Full text : Mosel- und Saarführer

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reicher  Ersatz  aus  Deutschland,  so  dass  die  frühere  Einwohnerzahl
schon  längst  wieder  erreicht  ist.
Gang  durch  die  Stadt.  An  Sehenswürdigkeiten
steht  Metz  den  andern  grossen  Moselstädten  nach.  Der
Kaiser  Wilhelmsplatz  mit  dem  Kaiserdenk  mal  und
der  Esplanade  bildet  neben  der  Kathedrale  das
wichtigste,  was  der  Fremde  als  eigenartig  für  Metz  zu  besuchen
  nicht  versäumen  darf.  Wer  mehr  Zeit  auf  den  Besuch
  der  Stadt  zu  verwenden  bat,  wird  ausser  dem  Erwähnten
  noch  manches  interessante  Bauwerk  der  Stadt  in
nähere  Betrachtung  ziehen.
Beginnen  wir  unsern  Rundgang  vom  Hauptbahnhof,
so  gelangen  wir  durch  das  Bahnhofsthor  in  die  Stadt.
Vor  dem  Eintritt  in  das  Thor  haben  wir  1.  die  grosse
Kaserne  Prinz  Friedrich  Karl.  Durchschreiten  wir
das  Thor,  so  sehen  wir  vor  uns  die  breite  Römer-Allee,  an
deren  Anfang  1.  die  Kaiser  Wilhelms-K  aserne,  r.
Privathäuser,  etwas  zurückgelegen  der  Bischofspalast.
Gleich  hinter  der  Kaserne  beginnt  der  herrliche  Kaiser-Wilhelmsplatz
  mit  der  Esplanade,  die  bis  zu  dem  Moselarme
  reicht  und  durch  ihre  Grösse  und  Schönheit  zu  einer
Berühmtheit  geworden  ist.  Sie  ist  der  Stolz  der  Metzer.
Prächtige  Alleen  von  Kastanien  und  Linden  schliessen  die
schönsten  Blumenbeete,  wohlgepflegtes  Buschwerk  und  üppige
  Rasenflächen  ein.  Den  Hauptanziehungspunkt  des
Platzes  bildet  das  herrliche  Reiterstandbild  Kaiser
Wilhelms  I,,  von  Professor  v.  Miller  in  München  geschaffen
  und  1892  enthüllt.  Eine  hübsche  Zierde  für  den
Platz  ist  auch  die  Brunnennymphe  von  Ck.  Petre.  Etwas
weiter  zurück  steht  das  1855  errichtete  Denkmal  des  Marschalls
  Ney  (geboren  1769  in  Saarlouis,  1815  standrechtlich
erschossen).  In  dem  nordöstlichen  Teile  der  Esplanade  einige
Tierfiguren  von  Fratin.  desgleichen  in  dem  anstossenden
Bouffiergarten.  Die  Esplanade  ist  von  schönen  Gebäuden
umgeben.  Links  von  der  Kaiser  Wilhelmskaserne  ein  Zeughaus
  auf  dem  Boden  der  ehemaligen  Citadelle,  die  1562  erbaut
  und  1802  niedergelegt  wurde;  sehenswert  noch  die
alte  Tempelherrenkapelle  mit  Glasmalereien  und  Wandgemälden.
  Am  nordwestl.  Ende  des  Platzes,  dem  Kaiserdenkmal
  gegenüber  steht  der  Justizpalast,  1668  als  Gouvernements-Gebäude
  erbaut,  seit  1802  Gerichtsgebäude.  Die
Esplanade  fällt  im  Nordwesten  steil  zu  dem  Moselarm  ab;
von  der  Rampe  ein  prächtiger  Blick  auf  das  Moselthal  und
das  gegenüber  ansteigende  Gelände;  die  meiste  Aufmerksamkeit
  zieht  der  gewaltige  St,  Quentin  mit  der  Feste
Friedrich  Karl  auf  sich.
            
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