Full text : Mosel- und Saarführer

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Vor  der  Stadt,  in  leicht  erreichbarer  Nähe,  folgende  empfehlenswerte
  Restaurationen.  Vor  der  Moselbrücke:  Reiters  Garten:  mit
schönem  Blick  auf  die  Mosel  und  die  alte  Brücke;  in  der  Vorstadt
St.  Matthias:  Wischet's  Garten;  am  Amphitheater:  die  Löivenhrauerei;
Luftkurort  Petrisherg,  in  der  Nähe  des  Amphitheaters;  die  beiden
letzten  mit  Aussicht  auf  Trier;  in  der  Nähe  der  Fähre:  A,  Hupperschmller
  Wwe.,  mit  schönem  Blick  auf  die  Mosel  und  das  gegenüberliegende
  hohe  Ufer.  Auf  diesem  selbst  die  schon  8.  101  erwähnten
drei  Gartenwirtschaften  mit  unvergleichlicher  Aussicht  auf  die  Stadt
und  auf  das  Thal,  alle  drei  sehr  beliebte  Ausflugsorte  für  die  Trierer.
Preikonzert  einer  der  Militärkapellen  jeden  Dienstag  Nachmittag
von  6  Uhr  ab  in  den  Anlagen  der  Ostallee.
Bäder:  Warme  bei  Dr.  Thanisch  in  der  Brotstr.,  ferner  bei
Hupperschwüler  in  der  Nähe  der  Fähre.  Im  Sommer  Fluss-  und
Schwimmbäder  in  der  Nähe  der  Brücke  1.
Verkehr:  Zwei  Bahnhöfe;  der  Hauptbahnhof  im  Osten
der  Stadt,  für  sämtliche  Züge  nach  Coblenz,  Cöln,  Hermeskeil
  (Hochwaldbahn),  Saarbrücken,  Metz,  Luxemburg.  —  Der
zweite  Bahnhof,  Mosel  1.,  nicht  weit  von  der  Moselbrücke,  dient
nur  dem  Lokalverkehr  zwischen  Ehrang,  Trier  und  Conz.
Pferdebahn:  vom  Hauptbahnhof  durch  die  Simeonsstr.  zum
Hauptmarkt,  von  hier  rechts  durch  die  Fleisch-  und  Brückenstr.  bis
zur  Moselbrüeke;  ferner  vom  Hauptmarkt  1.  durch  die  Brot-  und
Nenstrasse  in  die  Saarstr.  nach  Löwenbrücken;  für  jede  Strecke
10  Pfg.
Droschken:  I.  Zone  umfasst  das  Stadtgebiet  und  die
nächsten  Vororte  mit  dem  Amphitheater,  St.  Maximin,
St.  Paulin  und  Zurlauben,  1  Pers.  50  Pfg.,  2  Pers.  60  Pf.,  jede
weitere  Pers.  25  Pf.  II.  Zone:  nach  Bellevue  bis  zum  Eingangsthor,
St.  Matthias  und  nach  Pallien,  1  Pers.  75  Pf.,  jede  weitere
25  Pf.,  —  III.  Zone:  nach  Schneidershof  und  Weisshaus  (bis
zur  Napoleonsbrücke)  1  Pers.  1,50  M.,  jede  weitere  50  Pfg.,  nach  entfernteren
  Punkten  2  M.,  bezw.  50  Pf.  Nach  der  Zeit;  */4  Std.  1  bis
2  Pers.  50  Pf.,  3—4  Pers.  75  Pf.
Post  und  Telegraph:  In  der  Oberpostdirektion  am
Kornmarkt  und  auf  dem  Haiuptbahnhof,  Eingang  auf
dem  nördl.  Flügel.
Trier,  die  Hauptstadt  des  gleichnamigen  Regierungs-Bezirkes,
  hat  40000  Einw.,  ist  Sitz  eines  Bischofs,  eines
Landgerichtes,  einer  Handelskammer  und  einer  Oberpostdirektion.
  An  höheren  Schulen  sind  in  der  Stadt  vorhanden:
zwei  Königl.  Gymnasien,  eine  Königl.  Mädchenschule  mit
Lehrerinnensemiuar  und  zwei  Privatmädchenschulen.  An
Provinzialanstalten  befinden  sich  in  der  Stadt  ein  grosses
Landarmenhaus,  eine  Taubstummenschule  und  eine  Weinbauschule.
  Die  Garnison  ist  verhältnismässig  stark;  sie  besteht
aus  zwei  Infanterieregimentern  und  einem  Reiterregiment;
auch  liegt  in  Trier  der  Stab  der  16.  Division.  In  den  Handelsbeziehungen
  nimmt  Trier  durch  den  grossartigen  Weinhandel
  eine  rühmliche  Stelle  ein  und  ist  durch  die  alljährlichen
  Weinversteigeruugen  im  ganzen  Reiche  bekannt.  In
der  gewerblichen  Thätigkeit  verdienen  die  Gerbereien  und
die  Tabakfabriken  besondere  Erwähnung.  In  neuerer  Zeit
            
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