Full text : Mosel- und Saarführer

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sich,  von  allen  Punkten  sichtbar,  das  vieltürm  ige,  altehrwürdige
  Trier.
An  der  Schweicher  Fähre  verlässt  die  Chatissee  die  Mosel
und  zieht  sich  durch  die  ebenen  Fluren  dem  Höhenraude  r.
zu,  wo  sie  sich  mit  der  von  dem  Hochwalde  kommenden
Chaussee  verbindet.  Von  dieser  Stelle  der  erste  schöne  Überblick
  des  breiten  Thaies.  Links  von  der  zuerst  erwähnten
Strasse  liegt  am  Fusse  des  hier  einen  Winkel  bildenden
Höhenrandes  Kenn,  ein  hübsches  Pfarrdorf.  Die  Mosel  durchquert,
  von  Schweich  aus  gesehen,  das  Thal,  um  hinter
Issel  (1.)  [Isla]  den  hohen  1.  Üferrand  zu  berühren.  Issel
ein  kleines  Dorf,  dessen  Bewohner  zum  Teil  in  dem  nahen
Hüttenwerk  Quint  beschäftigt  werden.  Oberhalb  des  Dorfes
eine  Nebenbahn,  auf  der  aus  den  auf  dem  1.  Höhenrand  befindlichen
Kiesgruben  Kies  weggeführt  wird.  Durch  den  Berg,  an
dessen  Fuss  die  Mosel  vorbeifliesst,  ist  der  Isseler  Tunnel
für  die  Moselbahn  gebohrt,  die  hier  das  Moselthal,  nachdem
sie  es  bei  Pün  der  ich-  Reil,  S.  verlassen  hat,  wieder
erreicht.  Unmittelbar  hinter  den  vorspringenden,  bewaldeten
Höhen  liegt  das  Hüttenwerk
Quint  (L),  Gasth.  der  Gewerkschaft;  Name  von  ad  quintum
lapidem,  d.  i.  bis  zum  fünften  Meilenstein  von  Trier;  sehr
betriebsamer  Ort  mit  vielen  rauchenden  Schloten  und  mehreren
Hochöfen,  die  früher  die  Erze  verarbeiteten,  die  in  der  Nähe
gegraben  wurden,  jetzt  aber  die  Eoherze  auch  der  Eisenbahn
erhalten.  Zum  Betrieb  des  Werkes  wird  auch  ein  kleiner  Bach
verwendet,  der  sich  unmittelbar  neben  dem  Orte  in  die  Mosel
ergiesst.  Am  Fusse  des  bewaldeten  Bergabhanges  [ein  einfaches
  Schlösschen  mit  hübschem  Garten;  am  Abhange  selbst,
von  herrlichen  Waldhäumen  umgeben,  die  kleine  Protestant.
Kirche.  Ein  Theil  des  Abhanges  ist  mit  Heben  bepflanzt,
der  andere  zu  einem  sehr  schattigen  Park  verwendet;  an
dem  höchsten  Teile  desselben  der  Königsplatz,  so  genannt
nach  einem  Besuche  Friedrich  Wilhelms  IV.  Üeberraschend
schöne  Aussicht  auf  das  Thal,  auf  Ehrang  und  einen  Teil
Triers.  Früher  war  der  Park  den  Fremden  zugänglich,  jetzt
nur  mit  Genehmigung  der  Hüttenverwaltung.
Landeinwärts  im  Thale  des  Quinter  Baches  liegt  der
Kaiserhammer,  (Hermesdorf,  N.  u.  F.  1,50  M.  v.  80  Pfg.
A.  v.  60  Pfg.  an,  P.  2,50—3  M)  eine  Försterei  mit  Wirtschaft,
in  lieblicher  Waldeinsamkeit.  Heizender  und  bequemer  Weg
dorthin  an  dem  Walde  entlang  und  an  einem  herrlichen  Weiher
vorüber.  Die  Quint  und  der  Kaiserhammer  sind  beliebte  Ausflugsorte
  für  die  Trierer,  beide  auf  der  Moselbahn  und  mit
dem  Lokalhot  leicht  zu  erreichen.
Von  Quint  führt  ein  anmutiger  Weg  abwärts,  an  der
steilen  zerklüfteten  Berglehne  entlang  nach
            
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