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schaft, fiel dann an das Reich und bildete als Reichslehen
einen Teil der Sponheimschen Herrschaft, und zwar unter
dem Namen des „Cröffer Reiches“, zu dem noch Kinheim,
Kindel, Erden, Kövenich und Reil — alle an der Mosel
— und Bengel und Kinderb euren im Alfthale und ein
Teil des Condelwaldes gehörten. Da Kurtrier zugleich die
Reichsvogtei über das Cröffer Reich erworben hatte, war in
dem kleinen Reich infolge der Doppelherrschaft selten Friede,
und die Bewohner hatten viel zu leiden. 1794 machten die
Franzosen dem Cröffer Reiche ein Ende.
Die Moselberge treten von Trarbach aus dicht an den
Fluss, während sie mit dem 1. Ufer oberhalb Cröffs ein
breites Vorland bilden, so dass hier die Weinberge weit
vom Flusse abliegen. Durch dieses Vorland führt die
Strasse nach
Kinheim (1.), Anlegestelle des Dampfbootes. Gasth.
Zum Echternacher Hof., 12 Betten, N. u. F. 1,50 M., M.
1,20 M., P. 4 M.; Neidhöf er. Viel Weinbau; unmittelbar
an den Ort grenzen vortreffliche Lagen. Gegenüber erblickt
man Kindel (r.). eine zu Kinheim gehörige Kolonie, meist
von Korbflechtern bewohnt. Die beiden folgenden Dörfer
r. sind im Weinhandel wohl bekannt. Die Arbeit in den
Weinbergen wird dadurch erschwert, dass die Mosel zwischen
den Orten und den vorzüglich gepflegten Weinbergen fliesst.
Der erste dieser Orte ist
Lösenich (r.), Gasth. bei Mechtel, mit etwas abgelegener
alter Kirche aus dem Jahre 1639. In Lösenich hat die
gräfliche Familie Kesselstatt Besitzungen, die zu dem 1835
gestifteten grossen Fideikommiss gehinen, das an Weinbergen,
Gütern, Wiesen und Wäldern an der Mosel 21210 Morgen
umfasst. Auf demselben Ufer liegt
Erden (r.), Gasth. B. Kübel; Faber; gegenüber ausgedehnte
Weinberge, unmittelbar am Flusse vorzügliche Lagen.
Die nähere Umgebung von Erden fällt sanft zum Flusse ab,
die „Erdener Treppchen“ als Teil der Halbinsel, die durch
die scharfe Moselkriiramung gebildet wird. Das gegenüberliegende
Ufer ist um so schroffer und bereitet dem Weinbau
die grössten Schwierigkeiten, die nur durch die Anlegung
vieler Terrassen zu überwinden sind. Bevor man den
nächsten Ort 1. erreicht, gelangt man an einen in den
roten Sandsteinfelsen eingebauten Turm, der in Urkunden
als Burg derer von Urlei oder Orlei genannt wird. Von
Einsiedlern, die den Turm später bewohnten, trägt er den
Namen St. Michaelslei. Bald folgt
Uertig (1.) [Urcetum], Anlegestelle des Darapfboots;
Gasth. zur Post bei Nicolai; Selbach, N. U. F. 1,80 M., M.