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werden immer lauter. Der Krieg bringt vielfache Erscheinungen
mit sich, die in dein sonst so wohlgeordneten
Preußischen Staate gewiß für unmöglich gehalten
worden wären.
Der Monat Dezember brachte uns in Form von
Depeschen eine ganze Masse Nachrichten vorn Kriegsschauplatz;
cs mögen die wesentlichsten hier eine Stelle
finden.
Versailles, 2. Dez., Mittags l Uhr. Der Königin
Augnsta in Berlin. Gestern gar kein Gefecht. Heute die
»och vom Feind besetzten Punkte diesseits der Marne durch
Preußen, Württenlberger und Sachsen wieder geirommen:
Champignh, Brie für Marne. Wilhelm.
Versailles, 2. Dez., Nachts 12 Uhr. Die feindliche
Armee vor Paris hatte nach der vorgestrigen Schlacht die
a»t Ufer der Marne und unter dent Feuer der Forts liegen
den Dörfer Brie und Champignh besetzt gehalten. Bei Tages
anbruch wurden die Dörfer heute von unseren Truppen genoinntcu.
Gegen lO Uhr ging der Feind aufs nette mit
überlegenen Kräften gegen unsere Vertheidignngsstettung
zwischen Seine unb Marne vor, wurde jedoch abermals
in lOstündigem heißen Kampfe durch Truppen des l2.
und 2. Armee-Corps sowie der Württeiitbergischen Divi
sion siegreich zurückgeschlagen.
Eilt von der Armeeabtheilung des Grvßherzvgs von Mecklenburg
Schwerin abgesandtes bayerisches Reevgnvseirungs
Detachement stieß gestern bei Orgenet und Patah auf atmn
cirendc sehr überlegene Kräfte tind ging in seine Steltlmg
zurück. Als in Folge dessen die Armeeabtheilung sich heute
früh !> Uhr zillil Vorgehen formirte, wllrde sie auf der Linie
Orgtzres, Baigneanx heftig angegriffen. Der Feind, bestehend
aus dem 15. unb 1t!. Corps wurde ditrch die 4. Kavallerie
Division und gefolgt vom I. bayerischen Corps über Loigny
geworfen, während die 22. Infanterie Division, unterstützt