Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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:  Deutschland  die  unsern  Vätern  entrissenen  Grenzen
wiederzugeben  und  überhaupt  Zustände  zu  schaffe«,  die
es  Frankreich  unmöglich  machen,  wie  bisher  in
frevelhafter  Weise  den  Frieden  Europa's  zu  stören.
Ew.  Königlichen  Majestät
1  allernnterthänigste,  treugehorsamste  Bürger  der  Städte
Saarbrücken  und  St.  Johann.

War  der  Monat  Oktober  gewissermaßen  auch  nicht
reich  an  Vorkommnissen  localer  Art  für  unsere  beiden
j  Städte,  desto  reicher  war  er  an  Ereignissen  von  weit-'
  geschichtlicher  Bedeutung.  Es  mögen  hier  die  bezüg-'
  lichen  wichtigeren  Depeschen  folgen,  welche  der  Telegraph
uns  brachte.
Unterdessen  ging  es  vor  dem  belagerten  Metz
,  fortwährend  sehr  blutig  her.  Großartige  Ausfälle  fanden
^  statt,  die  aber  jedesmal,  mitunter  mit  sehr  schweren
^  Opfern,  zurückgeschlagen  wurden.
Am  9.  wurden  hier  folgende  Depeschen  veröffeut-;
  licht:
To  urs,  8.  Okt.  Aus  Marseille  vom  7.  d.  wird  ge-^
  meldet,  daß  Garibaldi  daselbst  eingetroffen  ist.
Ein  Telegramm  aus  Luneville,  8.  Oktober  Morgens,  an
den  Großherzog  von  Baden  meldet:  Etival,  7.  Ott.  Gestern
fand  ein  siegreiches  Gefecht  bei  St.  Remy  und  Nontpatelice
gegen  französische  Linie  und  Mobilgarde  statt.  Der  Feind  ist
nach  4  Uhr  in  voller  Flucht  auf  Rambervilliers  zurückgegangen.
  Im  Gefecht  diesseits  waren  0  Bataillone,  2  Escadrons,
  2  Batterien.  Der  Feind  war  14  000  Mann  stark.
Diesseitiger  Verlust  20  Offiziere,  410  Mann  todt  und  verwundet.
  Feindlicher  Verlust  mehr  als  dreifach.  (>  Offiziere
000  Mann,  meist  Linie,  unverwundet  gefangen.
Am  6.  reiste  die  holländische  Gesellschaft,  welche  unter
Leitung  des  Baron  v.  Hardcnbrock  in  der  Ulanenkaserne
            
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