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ftcitcr liegen die Festungswerke. An allen Punkten entspann
sich ein gewaltiger Geschützkampf, der stundenlang währte
und während dessen von unserer Seite nach und nach Terrain
gewannen wurde. Die genannten Dörfer wurden genommen.
Sehr tief cingeschnittene Schluchten mit Wäldern erschwerten
das Vordringen der Infanterie und begünstigten
die Vertheidigung. Die Dörfer Jllh und Floing wurden
genommen, und zog sich allmählich der Fenerkreis immer enger
um Sedan zusammen. Es war ein grandioser Anblick von
unserer Stellung auf einer dominirenden Höhe hinter jener
genannten Batterie, rechts vom Dorfe Freuois vorwärts,
oberhalb St. Toren. Der heftige Widerstand des Feindes
fing allmählig an nachzulassen, was nur an den aufgelösten
Bataillonen erkennen konnten, die eiligst ans den Wäldern
und Dörfern zurückliefen. Die Cavallerie suchte einige Ba
taillone unseres 5. Corps anzugreifen, die vortreffliche Ha!
llung bewahrten- die Cavallerie jagte durch die Bataillons-Intervallen
durch, lehrte dann um, und auf demselben Wege
zurück, was sich dreimal von verschiedenen Regimentern wie
dcrholte, so daß das Feld mit Leichen und Pferden besäet
lvar, was wir Alles von unserm Standpunkte genau mit
ansehen konnten. Ich habe die Nummer dieses braven Regi
ments noch nicht erfahren können.
Da sich der Rückzug des Feindes auf vielen Stellen in
Flucht auflöste und Alles, Infanterie, Cavallerie und Artillerie
in die Stadt und nächste Umgebungen sich zusammendrängte,
aber noch immer keine Andeutung sich zeigte, daß der Feind
sich durch Kapitulation aus dieser verzweifelten Lage zu ziehen
beabsichtigte, so blieb nichts übrig, als durch die genannte
Batterie die Stadt bonibardiren Zu lassen- da cs nach 20
Minuten ungefähr an mehreren Stellen bereits brannte, was
mit den vielen brennenden Dörfern in dein ganzen Schlacht
fireife einen erschütternden Eindruck machte — ließ Ich das
Feuer schweigen und sendete den Oberst-Lieutenant v. Bron
sart vorn Generalstabe als Parlamentär mit weißer Fahne