Full text: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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ständig geschlagen, von ihren Verbindungen mit Paris 
abgeschnitten und gegen Metz zurückgeworfen worden. 
Wilhelm." Ein anderes Telegramm meldete, daß am 
19., Vormittags 7 Uhr, die Beschießung von Straß- 
burg vom diesseitigen Ufer bei Kehl begonnen habe 
und nach kurzer Unterbrechung um 2 Uhr wieder auf¬ 
genommen worden sei. In Kehl hat das Feuer der 
Franzosen nicht unerheblichen Schaden angerichtet. 
Große Züge Verwundeter aus den Kämpfen bei 
Metz kommen an, namentlich der Cavalleric jeder Gat¬ 
tung angehörend, darunter sehr viele Offiziere. Sie 
boten ein schauerlich-lebendiges Bild des Krieges: ver¬ 
bundene Köpfe, zerfetzte Arme in Schlingen und blut¬ 
bespritzte Uniformen zeugten von der Wuth, mit welcher 
die Kampfe geführt worden. 
Einen widerlichen Anblick bot ein Angehöriger der 
grande nation, der gefesselt mitgeführt wurde, eine 
wahre Rüubergestalt in der Tracht lothringischer Bau¬ 
ern ; das Scheusal machte sich ein Geschäft daraus, 
tue auf dem Schlachtfeld verwundeten Preußen zu er¬ 
morden. Allgeincin fragte man sich, warum man mit 
einem solchen Auswurf der Menschheit auch noch lange 
Umstände mache. 
Gefangene Franzosen werden in großen Massen 
dnrchgebracht, darunter Generale und Stabsoffiziere der 
verschiedensten Corps. 
Der Verlust der Franzosen in den Gefechten vom 
14., 16. und 18. August betrug allein an 20,000, mit 
Gefangenen und Verwundeten keinesfalls unter 50,000 
Mann. 
Unsere Artillerie hotte sich in dieser Schlacht voll¬ 
ständig ausgeschossen und am 21. August schon kam 
eine Eolonnc Garde-Landwehr Artillerie hier an, um 
frische Munition zn fassen und sich sofort auf den 
Kriegsschauplatz zurück zn begeben.
	        

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