Volltext: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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ich mich durch die militärischen Ereignisse veranlaßt 
gesehen, die französische Grenze zu überschreiten. Ich 
führe Krieg gegen die Soldaten und nicht gegen die 
französischen Bürger. Die werden folglich so lange 
die völlige Sicherheit ihrer Personen und ihres Eigen¬ 
thums genießen, als sie nicht selbst durch feindselige 
Uttternchnlnngen gegen die deutschen Truppen mir das 
Recht entziehen, ihnen meine Protection zu verleihen. 
Die die verschiedenen Corps befehligenden Gene¬ 
rale werden durch besondere Anordnungen, welche dem 
Publikum zur Kenntniß gebracht werden, die Ma߬ 
regeln bestimmen, welche gegen Gemeinden und Per¬ 
sonen in Anwendung kommen, die sich gegen die Ge¬ 
bräuche des Krieges in Widerspruch setzen würden. Ans 
dieselbe Weise werden sie Alles regeln, was sich ans 
die Requisitionen bezieht, welche für die Bedürfnisse 
der Truppen für nöthig erachtet werden, ebenso werden 
sie die Coursdifferenzen zwischen dem deutschen und 
französischen Gelde feststellen, um so die persönlichen 
Beziehungen zwischen den Truppen und den Einwohnern 
zu erleichtern. W i l h e l in.“ 
Durch einen andern Anschlag werden alle occu- 
pirten Departements in Belagerungszustand erklärt und 
die Einwohner unter das Kriegsgesetz gestellt. 
Der Durchmarsch der Truppen dauerte anhaltend 
fort; am 1l. August marschirte die hessische Division 
über die Grenze, jilngc, kräftige und muntere Leute 
in bester Ausrüstung. Die französische Armee aber 
setzte ihren Rückzug gegen die Mosel ans allen 
Punkten fort, von der preußischen Cavalleric auf dem 
Fuß verfolgt. 
Am 12. August fand die Weiterbeförderung einer 
großen Anzahl Verwundeter von hier statt. Die Kran¬ 
kenträger- und Pflegehülfen, welche in Saarbrücken 
ans Hessen, Nassau, der Pfalz und vielen anderen
	        

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