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„An Frankreich kommt kein Zoll breit deutscher Erde!"
Hier hast das Wort, o König, Dn gesprochen
Und, wo Frankreich hat die Treu gebrochen,
Willst Dn, daß nun Dein Wort zur Wahrheit werde!
Richt frevelnd griffst Dn zn dem dentschen Schwerte;
Es war des übermüth'gen Feindes Pochen,
Das Dich bewogen, als vor wen'gen Wochen
Er sich genaht dem freien dentschen Herde!
Gott schütze Dich, Gott wolle Dich geleiten
Im heil'gen Kampfe für die deutsche Ehre
Und dem zertrel'nen Recht den Sieg bereiten!
Er sei mit Dir und Deinem tapfern Heere,
Um dessen sieggewohnten Oriflammen
Die Deutschen alle einig steh'« zusammen!
Am Morgen des 10. August besuchte Se. Majcstät
das Schlachtfeld und das zahlreiche Publikum cmpfiug
deu Ober-Befehlshaber der deutschen Heere mit
begeistertem Jubelruf. Am 11. August verlegte Sc.
Mas. sein Hauptquartier nach St. Avold. Vor seiner
Abreise stattete der König den Verwundeten in den
Lazarcthen so wie auch der Frau v. Strautz, bei
welcher gleichfalls viele in Pflege sich befanden, einen
Besuch ab.
Im Augenblick der Verlegung des Hauptquartiers
auf französischen Boden, ist daselbst eine Proclamatiou
in französischer Sprache veröffentlicht worden, die
in der Uebersetzung ungefähr also lautet:
„Wir Wilhelm, König von Preußen, thun den
Bewohnern der von deu deutschen Armeen occupirten
französischen Landestheile kund und zu wissen:
Nachdem der Kaiser Napoleon die deutsche Nation,
welche wünscht, mit dem französischen Volke in
Frieden zu leben, zu Land und zu Wasser angegriffen
hat, habe ich den Befehl über die deutschen Armeen
übernommen, um deu Angriff zurückzuweisen, und habe