Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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i  Dank  und  Anerkennung  allen  den  treuen  Vatcrlands->?freunden.

d  -
Itrtdj  der  Schlachl.
Unruhig,  in  banger  Sorge  und  Erwartung,  wie
9ber  verhängnißvolle  Tag,  verlief  auch  der  Abend  und
}■  bte  Nacht  nach  der  Schlacht.  Wie  es  schon  während
"des  Kampfes  der  Fall  war,  daß  die  Verwundeten
Gunter  dem  dichten  Kugelregen  von  Männern,  Frauen
qund  Jungfrauen  von  Saarbrücken  und  St.  Johann
"won  dem  Schlachtfeld  weggeholt  und  in  Sicherheit  und
^Pflege  gebracht  worden  find,  so  geschah  dies  auch  wüh«
l.rend  der  ganzen  Nacht  und  am  andern  Tage  noch.
"Fast  jedes  Haus  in  unseren  beiden  Städten  war  mit
d  Verwundeten  mehr  oder  weniger  angefüllt,  denn  deren
-  Zahl  belief  sich  auf  etwa  3000;  alle  Stände,  Reiche
s  und  Arme  wetteiferten  um  zu  helfen  und  zu  lindern
c  bei  dem  schrecklichen  Jammer,  der  so  unverhofft  über
e  uns  hereingebrochen  war;  Namen  zu  verzeichnen,  ist  cs
kz  hicr  nicht  am  Orte,  denn  um  gerecht  zu  fein  und  keinen
-  zu  vergessen,  würde  die  Liste  größer  werden,  als  der
-  Raum  es  uns  erlaubt.  Mögen  alle  mackeren  und
-  edlen  Menschen  den  schönsten  Dank  für  ihr  Wirken  in
>  dem  Bewußtsein  finden,  eine  Gott  wohlgefällige  Menschen->
  Pflicht  erfüllt  zu  haben.  Nicht  Eitelkeit  war  das  Motiv
s  ihres  Handelns,  die  Menschenliebe  trieb  sic  hinaus  auf
-  das  Schlachtfeld  oder  an  das  Schmerzenslager  der
k  Verwundeten  und  Kranken,  und  der  Lohn,  der  für
l  solche  Thaten  in  der  Brust  gefunden  wird,  hebt  über
l  alles  ostensible  Hervordrängen  und  Wichtigmachen  hinaus,
>  die  sich  so  gerne  auf  die  widerlichste  Weise  breit  machen.
>  Es  genügt  zu  sagen:  Die  Einwohner  unserer  beiden
'  Städte  und  die  zunächst  gelegenen  Ortschaften  haben
i  ihre  Pflicht  auf  die  patriotischste  Weise  erfüllt;  sie
            
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