Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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Der  Angriff  gelang,  der  Wald  wurde  genommen
der  Feind  geworfen:  die  stürmenden  Truppen  drangci
innner  steilberganf  bis  zur  südlichen  Lifiere  des  Wal
des  vor.  Erst  hier  kam  das  Gefecht  zum  Stehen.
Beit  allen  drei  Waffen  vereinigt,  versuchte  bet
Feind  die  verlorene  Stellung  wieder  zu  gewinnen
Unsere  Infanterie  hielt  Stand.  Da  gelang  es  bei
Artillerie  der  5.  Division,  unter  kolossaler  Anstrengnni
ein  Meisterstück  zu  vollbringen.  Zwei  Batterien  er
klommen  auf  steilem,  schmalem  Gebirgspfade  die  Höhe  von
Spicheru.  Ein  zweiter  Gegenangriff  des  Feindes  wurden
wiederum  abgewiesen.  Einem  Flankenangriff,  in  bei
Richtung  von  Atting  und  Spicheren  gegen  unsere»
linken  Flügel  geführt,  wurde  von  rückwärts  her  rechtzeitig
  durch  Bataillone  der  5.  Division  entgegen^
treten.
Ans  beiden  Seiten  war  der  Kampf  mit  äußerster
Zähigkeit  geführt  worden,  jetzt  erreichte  er  den  Höhepunkt
  seiner  Heftigkeit.  Noch  einmal  raffle  der  an
Zahl  überlegene  Feind  seine  Kraft  zu  einem  dritten
Gegenangriff  zusammen.
Indeß  auch  diese  letzte  Anstrengung  scheiterte  an
der  unerschütternden  Ruhe  und  Energie  unserer  braven
Infanterie  und  Artillerie.  Wie  an  einem  Felsen  zerschellte
  des  Feindes  Kraft  und  war  nun  so  gebrochen,
daß  er  das  Schlachtfeld  räumen  mußte.
27  preußische  Bataillone  —  nur  von  ihrer  Divisions-Artillerie
  unterstützt  —  hatten  gegen  52  französische
Bataillone  mit  vollständiger  Corpsartillerie  unter  den
schwierigsten  Verhältnissen  einen  glänzenden  Sieg  errungen.
  Der  überlegene  Feind  wurde  ans  einer
Position  herausgeworfen,  die  er  selbst  für  uneinnehmbar
  gehalten  hatte.  Die  Dunkelheit  senkte  sich  auf  das
Schlachtfeld  herab  und  gewährte  dem  geschlagenen  Feinde
Schutz.
            
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