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Sieger und unter dem Schutz ihrer Artillerie zogen
sich die Franzosen in wilder Flucht zurück, begünstigt
von der Nacht, die ihren dunklen Schleier über dos
mit Todten und Verwundeten besttete Schlachtfeld
ausbreitete.
Daß die Franzosen ihre Stellung für uneinnehmbar
hielten, dafür liegt der Beweis auch darin, daß ganze
Compagnien mit znfammengestclltem Gewehr von den
Preußen überrascht worden find und ein vollständiges
Zeltlager und das Gepäck einer ganzen Division und
über taufend Gefangene in unsere Hände fielen. Während
des ganzen Nachmittags zogen Männer und Frauen
zu Fuß und 31t Wagen mit Allem hinaus, was zur
Labung und Linderung der Verwundeten bienen konnte,
Jünglinge und Jungfrauen legten einen Herroismus an den
Tag, der es verdient, mit goldenen Buchstaben in die Ge
schichte des deutschen Volkes eingeschrieben zu werden;
ich will es heute unterlassen, Scenen zu schildern,
welche wohl die Schmerzensthränen in das Auge rufen,
zugleich aber auch das Herz höher schlagen machen
und die Gewißheit in unsere Seele rufen, daß ein
solches Volk, daß das deutsche Volk nimmermehr zu
Schanden werden wird!
Zur näheren Orientirnng möge folgende Relation
dienen, welche der „Staats-Anzeiger" über die Schlacht
brachte :
Am Vormittag des <>. August stand das 7. Armee-Corps
mit seiner Avantgarde bei Gnichcnbach, s/4 Meilen
nordwestlich Saarbrücken, Vorposten an der Saar.
Der Feind hatte in der Nacht zum 6. die Stellung
am Exercierplatze von Saarbrücken geräumt.
Die Cavallerie-Division Rheinhaben passirte am
<>. gegen 12 Uhr Mittags die Stadt. Zwei Escadrons
bildeten die Avantgarde. Diese erhielten Feuer
von den Höhen bei Spicheren, sobald sie über dem