Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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mörderisches  Feuer  auf  die  tapfere  Infanterie,  welche
ahue  jede  Deckung  das  Thal  gewinnen  mußte,  um  an
den  Fuß  der  verhängnißvollen  Hügelkette  zu  gelangen,
welche  bastiansartig  das  Thal  beherrscht.  Außerdem
hatte  der  Feind  die  Thalsenknng  südwestlich  des  Epercierplatzes
  sowie  die  dahinterliegende  Höhe,  den
„Galgenberg",  stark  besetzt.  Gegen  Mittag  griff  die
vierzehnte  Division  unter  General  v.  Kamecke  die  Franzosen
  an,  anfänglich  mit  Erfolg,  bis  der  General  Frossard
immer  neue  Divisionen  in  den  Kampf  warf  und  so  das
Gefecht  zum  Stehen  brachte.  Furchtbar  dröhnte  der
Kanonendonner,  Schnellfeuer  und  ganze  Bataillonssalven
folgten  ohne  Unterbrechung,  aber  noch  immer  wich  die
einem  zehnfach  überlegenen  uub  wohlgedeckten  Feinde
gegenüberstehende  Schaar  der  Preußen  nicht.  Doch
es  war  hohe  Zeit,  daß  Truppen  der  sechszehnten  Division
  und  des  dritten  Armeecorps  noch  rechtzeitig  eingrisfen.
  Das  wackere  vierzigste  Füsilierregiment,  unterstützt
  von  drei  Escadrons  und  drei  Batterien  der  sechszehnten
  Division,  hatte  schon  zwei  Mal  auf  dem  ersten
Hügelkopf  festen  Fuß  gefaßt,  mußte  aber  immer  wieder
vor  der  Uebermacht  zurück,  und  erst  als  noch  fünf
Bataillone  der  fünften  Division  anlangten  und  auf  dem
linken  Flügel  der  vierzehnten  Division  angriffen,  da
gelang  cs,  die  steilen  waldbedeckten  Höhen  von  Spichern
zu  gewinnen.
Noch  einmal  versuchte  cs  der  Feind,  die  Preußen
zurückzuwerfen,  allein  vergebens,  und  als  die  fünfte
Division  nach  und  nach  vollständig  in  die  Gefechtslinie
eintrat,  drangen  unsere  braven  Truppen  immer  weiter
auf  dem  Hügclplateau  vor.  Da  noch  einmal  erhielten
die  Franzosen  bedeutende  Berstärknngen  und  noch  einmal
  wüthete  der  fürchterliche  Kampf  um  die  Spichercr
Höhen,  doch  vergebens  entwickelte  der  Feind  eine  in
der  That  hcldenmüthigc  Tapferkeit,  die  Preußen  blieben
            
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