aus der Hand fällt. Dann wendet sich unser Husar
und reitet in scharfem Trabe der Brücke zu; jetzt
fallen einige Schüsse van Franzosen, die sich bis an
die Ecke des Georg Schmidborn'schen Hauses vorgewagt
hatten; der Husar stürzt mit seinem Pferd
zwischen den Häusern von Karl Schultz und Fritz
Baum, rafft sich mit Hülfe eines herbeieilenden Bürgers
wieder ans und sprengt über die Brücke nach St.
Johann, wo er mit allgemeinem Hnrrah empfangen
wird. Die französischen Kugeln haben ihn nicht ge
troffen, doch soll er durch den Sturz eine starke Kopfverletzung
davon getragen haben. Mit welcher Ruhe
die Franzosen ihr Feuer abgegeben haben, bezeugt die
Thatsache, daß eine dem davoneilenden Husar zugedachte
Kugel hoch oben in das dritte Stockwerk eines
Hauses einschlug.
Heilte noch uiib noch lange wird der Braunschweiger
Husar ill den Kriegserinncrungen von
Saarbrücken eine stehende Figur bilden; wenn die
Rede auf die drei Tage kommt, wo Saarbrücken von
den Franzosen besucht und heimgesucht war — besetzt
kann man nicht sagen, — denn kein einziger war hier
einquartirt und des Abends zogen sie sich jedesmal
frühzeitig in ihre Bivouaks ans die umliegenden Höhen
zurück — und nach den ernsten Erscheinungen auch die
heiteren erzählt lverdeil, so kann man zehn gegen eiils
wetten, daß irgclld ein guter Saarbrücker leuchtenden
Auges ausruft: „Das Schönste aber war der Braun
schweizer Husar!" der vielleicht gar keine Ahllnng hat
von der Rolle, die er in der Saarbrücker Chronik
spielt, vielleicht auch schon längst eingebettet ist in
Frankreichs Erde, wo so viele Tausende treue deutsche
Heldenherzen ihre Ruhe fanden.
Als der Brannschweiger längst fort und ans
Freude über sein gelungenes Bravonrstückchen einen