einige Schüsse tu der Richtung nach der Allee ab.
Plötzlich sprengt ein einziger Husar über die Brücke, i
Am Saarbrücker Ende der Brücke ist ein französischer
Offizier mit 15 Mann aufgestellt, er weist seine Leute
an, nicht eher zn schießen, als bis er befehle; der
Husar kommt herangesprengt, der Offizier vergißt zu ;
befehlen, die Soldaten vergessen, daß sie die wunder- |
wirkenden Chassepots in Händen haben, und alle suchen !
ihr Heil in wilder Flucht. Es war ergötzlich anzn- !
sehen, wie die weißen Gamaschen sich wie Wind- !
mühlenflügel auf den rothen Hintern abzeichneten. -
Die tapferen Herren laufen die Hohlgasse hinauf auf p
den Schloßplatz, reißen auch die einzelnen Soldaten,
die da sich befinden, mit sich fort, die fliehen mit Zu- ,
rücklassnng ihrer Eimer und Gewehre und Einer läßt
beim Eingang der Thalgasse in seiner Angst einen
Topf Milch fallen, so daß die weiße Blutlache noch
nach Stunden zn sehen war.
Der Offizier findet Ruhe in der Hintergasse am
Marianneu-Institut. Der Husar war ihnen bis an
die Schloßkirche nachgesprengt, und hatte den Geling
stigten zur größeren Beschleunigung ihrer Flucht einen
Schuß nachgesendet.
Da einige von der Leonidasschaar sich mit die
Ecke von Kaufmann Karl Schultz in Sicherheit ge
bacht hatten, so wirst der Husar sein Pferd herum,
ladet seinen Carabiner und reitet im Galopp bis vor
das Hans des Kaufmanns W. Hartung. Die ersten
Flüchtlinge waren in der Neugasse und in der Krahnengasse
verschwunden, und war der Husar in der Lage,
einen Schuß auf 6 mit Flinten bewaffnete Marodeure,
welche sich durch gute Worte bei dem Kaufmann Herrn
Fritz Ouien jeder eine Flasche Wein geholt hatten,
abzufeuern. Der Schuß hatte keine andere Wirkung,
als daß einem der flüchtig eilenden Sechs seine Flasche I