Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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Nachdem  der  General  sich  auch  die  zweite  neue  Saarbrücke
  aus  der  Ferne  angesehen  hatte,  ritt  er  und  die
ganze  Begleitung  zurück  in  sein  Hauptquartier,  welches
er,  wie  schon  erwähnt,  in  dem  nahen  Forbach  aufgeschlagen
  hatte.
Wie  es  mit  der  Berpflcgung  der  französischen  Armee
  aussah,  bekundet  noch  folgende  Thatsache,  die  sich
am  3.  August  zugetragen  hat.  Ganz  in  der  Frühe
dieses  Tages  erhielt  Herr  Bürgermeister  Schmidtborn
von  dem  auf  dem  hiesigen  Rodenhof  ciulogirteu  Kommandanten
  Obersten  Chartot  ein  mit  Bleistift  auf  ein
unansehnliches  Stück  Papier  gekritzeltes  Schreiben  folgenden
  Inhalts:
Le  2.  Août.  Monsieur  le  Maire  de  Sarrebruck
  serait  bien  aimable  s’il  voulait  demain,
3.  août,  venir  déjeuner  avec  le  dies  de  bataillon,
commandait  le  donjon  qui  domine  la  ville  au  sud,
mais  à  une  condition,  c’est  qu’il  nous  apportera
le  nécessaire,  pour  ne  pas  jeûner.
Le  chef  de  Bataillon  du  40me,  Ghardot.
In  freier  Uebersctzung  lautend:
Am  2.  August.  Herr  Bürgermeister  von  Saarbrücken
  ant:  b:  sehr  liebenswürdig  sein,  wenn  er  morgen,
den  3.  August,  mit  dem  Bataillonschef,  welcher  auf
dem  Hügel  befehligt,  der  die  Stadt  im  Süden  beherrscht,
  frühstücken  wollte,  aber  nur  unter  der  Bedingung,
  d.P  Sie  das  Nöthige  mitbringen,  was  zu  diesem
Zwecke  nothwendig  ist.
Der  Bataillons-Kommandeur  des  40.  Regiments.  Chardot.
Was  war  zu  thun?  Nun,  Herr  Schmidborn  zog
es  vor,  der  Einladung  nicht  zu  folgen,  beauftragte  jedoch
  den  vielbekanuten  Restaurateur  Fr.  Walter,  ein
solennes  Frühstück  anzufertigen  und  in  das  französische
Lager  zu  besorgen.  Als  nun  ein  junger  Koch  und  das
nothwendige  Transportpersonal  halbwegs  des  genannten
            
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