31
Nachdem der General sich auch die zweite neue Saarbrücke
aus der Ferne angesehen hatte, ritt er und die
ganze Begleitung zurück in sein Hauptquartier, welches
er, wie schon erwähnt, in dem nahen Forbach aufgeschlagen
hatte.
Wie es mit der Berpflcgung der französischen Armee
aussah, bekundet noch folgende Thatsache, die sich
am 3. August zugetragen hat. Ganz in der Frühe
dieses Tages erhielt Herr Bürgermeister Schmidtborn
von dem auf dem hiesigen Rodenhof ciulogirteu Kommandanten
Obersten Chartot ein mit Bleistift auf ein
unansehnliches Stück Papier gekritzeltes Schreiben folgenden
Inhalts:
Le 2. Août. Monsieur le Maire de Sarrebruck
serait bien aimable s’il voulait demain,
3. août, venir déjeuner avec le dies de bataillon,
commandait le donjon qui domine la ville au sud,
mais à une condition, c’est qu’il nous apportera
le nécessaire, pour ne pas jeûner.
Le chef de Bataillon du 40me, Ghardot.
In freier Uebersctzung lautend:
Am 2. August. Herr Bürgermeister von Saarbrücken
ant: b: sehr liebenswürdig sein, wenn er morgen,
den 3. August, mit dem Bataillonschef, welcher auf
dem Hügel befehligt, der die Stadt im Süden beherrscht,
frühstücken wollte, aber nur unter der Bedingung,
d.P Sie das Nöthige mitbringen, was zu diesem
Zwecke nothwendig ist.
Der Bataillons-Kommandeur des 40. Regiments. Chardot.
Was war zu thun? Nun, Herr Schmidborn zog
es vor, der Einladung nicht zu folgen, beauftragte jedoch
den vielbekanuten Restaurateur Fr. Walter, ein
solennes Frühstück anzufertigen und in das französische
Lager zu besorgen. Als nun ein junger Koch und das
nothwendige Transportpersonal halbwegs des genannten