fjomtcr Seite wieder auf und eröffnet ein lebhaftes
Feuer gegen die Allee hin. Auch dieses Feuer hört
auf und mit Trauer im Herzen hören wir von Saarbrücken
aus das Hornsignal: „Füsiliere kehrt zurück
rc. re." Das Schießen hat im Allgemeinen ein Ende,
nur hie und da flackert das Gefecht noch einmal auf.
Als bereits die Ueberbleibsel der beiden Compagnien
über die Brücken abgezogen waren, nimmt Landwehr-Lieutenant
Assessor Meyer vom 1. Bataillon, der mit
einer Patrouille über die Brücke gekommen war, unter
den Kugeln der Franzosen mit einem Unteroffizier und
wenigen Mann eilten französischen Offizier und Soldaten
gefangen und führt sie nach St. Johann ab.
Auf alle Einzelnheit.eu einzugehen, alle die Brat
vourstücke anzuführen, welche von Mund zu Mund
gehen, würde zu weit führen; einzelne Patrouillen, ja
einzelne Blaun, haben ganze Abtheilungen des Feindes
viertclstnndcnlang aufgehalten.
Das l. illid 3. Bataillon sind eigentlich gar nicht
in das Gefecht eingetreten, sie wurden durch Granatfeuer
von dem Ueberschreiten der Brücke abgehalten
und es würde ihr Erscheinen ans dem Kampfplatz die
Franzosen, welche sämmtliche Höhen über Saarbrücken
bereits inne hatten, nicht haben aufhalten können,
aber auch sie hatten Todte und Verwundete genugsam
auszuweisen.
Der Verlust all Todten kann nicht angegeben
werden, da ein Theil derselben von den Franzosen begraben
worden ist; an Verwundeten hatte das Bataillon
circa 50 Mann, darunter Lieutenant von Schilgen ulrd
Lieutenant Konaski.
Die Franzosen hatten nach Aussage vieler französischer
Soldaten, die bei ihren Besuchen in hiesiger
Stadt mit den Bürgern in vertrauliche Unterhaltnilg
kamen, 70—80 Todte und circa 300 Verwundete.