Full text: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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die Meldung der Ulanen eilte die am Ausgange der 
Stadt, in der Thalgassc liegende Feldwache 40er Füsi¬ 
liere nach Arnual, den sich längst der Lisiöre des Stifts¬ 
waldes vom Forsthanse nach dem Spicherer Berge 
zurückziehenden Feinden entgegen und in der Nähe der 
Tabaksmühle kam es zum Gefecht. Die Franzosen 
standen verdeckt am Waldessaum, unsere Füsiliere ge¬ 
genüber auf der Anhöhe, zwischen beiden Kämpfenden 
der Mühlenweiher. Heftig wurde hin und her ge¬ 
schossen, einem Füsilier drang eine Kugel vom Hals 
aus quer nach unten durch die Brust; außerdem sind 
noch 2 andere Füsiliere leichter verwundet worden, und 
einem Ulanen wurde das Pferd erschossen. Doch auch 
der Feind hatte Verluste und bemühte sich seine Ver¬ 
wundete durch den Wald nach dem Spicherer Berg zu 
bringen, wohin die übrigen Franzosen sich gleichfalls 
zurückzogen. Bei dieser Gelegenheit hatte die Arnualer 
Bevölkerung den Verwundeten große Sorgfalt zu Theil 
werden lassen und dieselben nach der ersten Pflege hier¬ 
her ins Lazareth gebracht. 
Zu gleicher Zeit traf auch die Meldung du, daß 
die Franzosen sich wieder in Gersweiler gezeigt hätten; 
auf diese Nachricht wurde sogleich ein Zug Ulanen 
dorthin abgeschickt, doch schon vor deren Eintreffen 
hatten die Feinde, circa 26 Mann stark, die lediglich 
bei der Einwohnerschaft Erkundigungen über die Führten 
in der Saar behufs einer Durchschreitung derselben 
einziehen wollten, benannten Ort wieder verlassen. 
Die Franzosen hatten die Batterien auf dem 
Spicherer Berge und beim Stieringer Wald, von wo 
aus sie, wie schon bemerkt, am 28. Granaten bis in 
die Straßen von Saarbrücken geworfen haben, eingc- 
schnitten, d. h. durch Erdaufwürfe rc. die Position der 
Geschütze befestigt, woraus man schließen wollte, daß
	        

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