Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

—  20  —

die  Meldung  der  Ulanen  eilte  die  am  Ausgange  der
Stadt,  in  der  Thalgassc  liegende  Feldwache  40er  Füsiliere
  nach  Arnual,  den  sich  längst  der  Lisiöre  des  Stiftswaldes
  vom  Forsthanse  nach  dem  Spicherer  Berge
zurückziehenden  Feinden  entgegen  und  in  der  Nähe  der
Tabaksmühle  kam  es  zum  Gefecht.  Die  Franzosen
standen  verdeckt  am  Waldessaum,  unsere  Füsiliere  gegenüber
  auf  der  Anhöhe,  zwischen  beiden  Kämpfenden
der  Mühlenweiher.  Heftig  wurde  hin  und  her  geschossen,
  einem  Füsilier  drang  eine  Kugel  vom  Hals
aus  quer  nach  unten  durch  die  Brust;  außerdem  sind
noch  2  andere  Füsiliere  leichter  verwundet  worden,  und
einem  Ulanen  wurde  das  Pferd  erschossen.  Doch  auch
der  Feind  hatte  Verluste  und  bemühte  sich  seine  Verwundete
  durch  den  Wald  nach  dem  Spicherer  Berg  zu
bringen,  wohin  die  übrigen  Franzosen  sich  gleichfalls
zurückzogen.  Bei  dieser  Gelegenheit  hatte  die  Arnualer
Bevölkerung  den  Verwundeten  große  Sorgfalt  zu  Theil
werden  lassen  und  dieselben  nach  der  ersten  Pflege  hierher
  ins  Lazareth  gebracht.
Zu  gleicher  Zeit  traf  auch  die  Meldung  du,  daß
die  Franzosen  sich  wieder  in  Gersweiler  gezeigt  hätten;
auf  diese  Nachricht  wurde  sogleich  ein  Zug  Ulanen
dorthin  abgeschickt,  doch  schon  vor  deren  Eintreffen
hatten  die  Feinde,  circa  26  Mann  stark,  die  lediglich
bei  der  Einwohnerschaft  Erkundigungen  über  die  Führten
in  der  Saar  behufs  einer  Durchschreitung  derselben
einziehen  wollten,  benannten  Ort  wieder  verlassen.
Die  Franzosen  hatten  die  Batterien  auf  dem
Spicherer  Berge  und  beim  Stieringer  Wald,  von  wo
aus  sie,  wie  schon  bemerkt,  am  28.  Granaten  bis  in
die  Straßen  von  Saarbrücken  geworfen  haben,  eingcschnitten,
  d.  h.  durch  Erdaufwürfe  rc.  die  Position  der
Geschütze  befestigt,  woraus  man  schließen  wollte,  daß
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.