Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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lichcs  Feuer  unterhielt.  Die  dritte  der  Neeognoscirungs-Patronillcn
  bewegte  sich  von  der  Eisenbahnbrücke
  nach  dem  „Drahtzug"  gegen  Stieriugen  zu  und
folgte  theils  dem  Schienengclcise,  theils  dem  Landpfade.
  In  den  Gebäulichkeiten  des  „Drahtzugcs",  die
sich  schon  öfter  französischen  Besuches  zu  erfreuen  hatten,
fand  sich  kein  Feind  vor  und  die  Patrouille  ging  hierauf
  nach  dem  Walde,  ohne  irgend  etwas  Verdächtiges
zn  bemerken.  Doch  kaum  war  sie  in  eine  Lichtung  angekommen,
  bekommt  sic  von  der  Front  her  und  im
Rücken  heftiges  Gewehrfeuer;  vermuthlich  hatten  sich
die  Franzosen  in  dem  dichten  Gehölze  versteckt  oder  es
war  ihnen  das  Herannahen  der  Preußen  verrathen
worden.  Die  unter  dem  Commaudo  mehrerer  Ossi-  j
ziere  stehenden  Franzosen  erhoben  beim  Anblick  der
Preußen  ein  wüstes  Geschrei  und  gaben  ihr  Feuer  au'
eine  Entfernung  von  kaum  50  Schritten  ab.  Trotz
dieser  Nähe  hatten  die  Preußen  keine  Verluste;  die
Fcindeskugeln  gingen  meistens  zn  hoch  und  nur  drei  !
Mann  erhielten  Streifschüsse.  Von  den  Franzosen  sind
einige  gefallen,  doch  war  wegen  des  an  diesem  Morgen
sehr  starken  Nebels  nichts  Genaueres  festzustellen.
Unsere  Patrouille  zog  sich  schließlich  vom  Feinde  nn-  ’
belästigt  auf  die  Feldwache  zurück.
Die  Deschietznng  dev  ans  dev  Südseite
des  Gvevzievplatrcs  gelegenen  „Dellevire".
Es  war  am  28.  Juli,  Nachmittags  gegen  3  Uhr,  als
unter  heftigem  Donnern  und  Blitzen  und  strömendem
Regen  ein  schweres  Gewitter  über  unsere  Stadt  zog,
da  plötzlich  war  zwischen  dem  Gewittergrollen  deutlicher
Kanonendonner  zn  vernehmen  und  bald  zeigten  denn
auch  zahlreiche  von  dem  Hügelplatcau  des  Exerzier-  !
Platzes  herabcilcnde  Personen  nur  zn  deutlich,  daß  sich
das  Ohr  nicht  getäuscht  hatte.  Von  der  Spichcrcr
Höhe  herab  hatten  sich  die  Franzosen  das  Vergnügen
            
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