Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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ersten  Mann  auf  die  französische  Todtenliste.  Und  diesem
einen,  wie  viel  Tausende  sind  ihm  seitdem  auf  französischer
  und  deutscher  Seite  gefolgt!
In  den  französischen  Vorpostenlinien  war  im  Ganzen
wenig  Veränderung  wahrzunehmen.  Nur  selten  dehnte  der
Feind  seine  Recognoscirungeu  bis  aus  deutsches  Gebiet
am  und  wenn  es  geschah,  zog  er  sich  jedesmal  bei
dem  Erscheinen  unserer  braven  Truppen  auf  die  Grenzlinie
  zurück.  Bei  einer  solchen  Gelegenheit  erhielt  am
22.  Juli  ein  Mann  der  7.  Ulanen  einen  Streifschuß
am  Bein  und  als  des  Morgens  zwischen  6  und  7  Uhr
eine  Streifpatrouille  der  40er  Füsiliere  sich  bis  in  die
Gegend  der  Goldenen  Brennn  vorwagte,  stieß  sie
auf  ein  ungefähr  14  Mann  starkes  Piket  0üa.886ui-8
ä  ch6va1.  Von  einem  der  Füsiliere  wurden  6  Schüsse
abgegeben,  in  deren  Folge  zwei  Mann  der  feindlichen
Reiter  fielen;  der  eine,  glaubt  man,  sei  ein  Offizier
gewesen.  Unter  dem  Feuer  des  Feindes  zogen  sich  die
Füsiliere  unbeschädigt  zurück.
Die  am  18.  Juli  von  den  Franzosen  gefarlgen
fortgeführten  beiden  preußischen  Grenzbeamten  auf
Folsterhöhe  sind  wieder  aus  deutschen!  Boden  eingetroffen,
nachdem  sie  nebst  einer  Anzahl  anderer  Civilpersonen
mit  verbundenen  Angen  die  französische  Vorpostenkette
passirt  hatten.  Wegen  der  ihnen  zu  Theil  gewordenen
Behandlung  während  der  Tage  ihrer  Gefangenschaft
hatten  sie  keine  Klage.
Am  23.  Juli  iu  aller  Frühe  versuchten  die  Franzosen
  in  der  ungefähren  Stärke  eines  Bataillons  sich
in  den  Besitz  der  Brücke  bei  Wehrden  zu  setzen,  was
ihnen  jedoch  nicht  gelang,  indem  der  Commandant  von
Saarlonis,  vermuthlich  von  dem  beabsichtigten  Handstreich
  benachrichtigt,  ein  Infanterie-Bataillon  und  eine
Abtheilung  Ulanen  dorthin  entsandt  hatte.  Von  diesen
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