Full text : Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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prangen.  Der  Hauptzweig,  die  Beeren  und  die  Stiele
der  Blätter  sind  von  rothem  Golde,  die  theilwcise  von
grünem,  theil  weise  von  dnnkelgelbem  Golde  getriebenen
Blätter  sind  aus  der  Rückseite  blendend  polirt  und  die
Hauptadern  polirtes  Gold.  Beide  Zweige  werden
durch  den  Knoten  eines  Platinbandes  zusammengehalten,
dessen  Innenseite  ans  gelb  polirtem  Gold  besteht;  ans
dieser  lassen  reiche  Ciselirnngcn  das  Platin  wieder  in
gefälligen  Arabesken  hervortreten.  In  der  Mitte  des
Knotens  steht  das  Wort  „Paris",  während  die  beiden
Endschleifen  desselben  in  matt  gelber  und  erhabener
Fraetnrfchrift  die  Widmung  „Ihrem  Kaiser  und  Hcldenkönigc
  —  die  dankbare  Rheinprovinz  1870—71"
tragen.  Der  Kranz,  welcher  ans  einem  Kissen  von
dnnkelrothem  Sciden-Sammct  ruht,  wird  durch  Decken
von  weißem  Atlas,  mit  einem  fein  und  kunstreich  gestickten,
  heraldischen  preußischen  Adler,  geschützt.  Das
Ganze  ruht  in  einem  Kasten  von  polirtem  Ebenholz,
dessen  reiche  silberne  Beschläge  mit  vielen  echten  Lapis
lazuli  geschmückt  sind.
Die  Adresse,  von  dem  Professor  Osterwald  in
Köln  ausgeführt,  harmonirt  in  ihrem  bildlichen  Theil
mit  dem  oben  mitgetheilten  Texte.
Abschied  vom  Leser.
Während  Deutschlands  Heldenkaiser  auf  dein  Sitze
seiner  Bäter  ausruht  von  den  Mühen  des  blutigen
Krieges  und  im  deutschem  Reiche  jede  Stadt,  jedes  Dorf
sich  vorbereitet  zu  einem  allgemeinen  Friedens-  und
Dankcs'est,  bietet  Frankreich,  namentlich  aber  das
„heilige"  Paris  ein  noch  nie  gesehenes  Bild  innerer
Zerrüttung  und  Auslösung  dar.  In  dein  Augenblicke,
wo  ich  dieses  niederschreibe,  am  zweiten  Tage  des
heiligen  Osterfestes,  bringt  uns  der  Telegraph  Nachricht
  von  blutigen  Kämpfen  in  und  um  Paris,  und
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