Full text: Hans Driesch

durch regelmäßigen schriftlichen Gedankenaustausch, unterbrochen 
durch gelegentliches Wiedersehen, aufrechterhalten. 
In Leipzig stand ihm von Kollegen noch der Anglist, Professor L. 
Schiicking, nahe, und endlich war uns Reichsgerichtspräsident Dr. 
Walter Simons ein Freund durch viele Leipziger Jahre. 
Mein Mann war stets gesund gewesen. Der erste leichte Gehirn¬ 
schlag im Januar 1941 schien zuerst keine schwereren Folgen nach sich 
zu ziehen, sie traten aber dann doch auf, zum Glück ohne Schmerzen. 
In der Leipziger Universitätsklinik kam zum Schluß eine dreitägige 
Lungenentzündung dazu. Sein Ende trat nach längerer Bewußtlosig¬ 
keit friedlich ein. 
Bei der Trauerfeier hielten Theodor Litt und Emil Ungerer, nach 
einer geistvollen Rede des ev.-ref. Pfarrers Specht5, tiefergreifende 
Gedächtnisreden über die Persönlichkeit und das Werk von Hans 
Driesch. 
In unserem Erbbegräbnis auf dem Leipziger Johannisfriedhof fand 
mein Mann seine letjte Ruhestätte. Auf seinem Grabstein stehen die 
Worte: 
„Sein Leben war Weisheit und Güte“ 
5 Specht wurde mit seiner Frau und fünf Kindern beim Angriff am 20. 2. 1944 
in Leipzig unter den Trümmern seines Wohnhauses begraben. 
20
	        

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