Full text: Geschichte des römischen Königs Wilhelm von Holland

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Tod. Verfasst ist die Chronik bald nach 1272; die Wahlgeschichte Wil¬ 
helms ist sehr zu Gunsten desselben dargestellt. Vgl. J. Gelhorn, die 
Chronik Emos und Mencos топ Floridus hortus, Gött. Diss. 1872, gedr. 
in Danzig. 
7. Matlhaei Parisiensis chronica majora, hsgg. v. Luard in den rer. 
Britann. med. ает. scriptores; für Wilhelm kommt nur Tom. IV (1877) 
und V (1880) in Betracht. Die Berichte, welche er uns über Wilhelms 
Regierung überliefert hat, erweisen sich, soweit wir sie durch andere 
prüfen können, immer als ungenau. Diese Ungenauigkeit, welche auf 
Unkenntnis zurückzuführen ist, sucht er durch schöne Worte, Wort¬ 
spiele1) u. dgl. zu verbergen. Er ist daher für die Geschichte König 
Wilhelms, wenn auch nicht unentbehrlich — denn er ist Zeitgenosse —, 
so doch nicht so hoch zu schätzen, wie er für die Geschichte der Stau¬ 
fen, oder gar die englische Geschichte selbst wirklich wertvoll ist. 
3. Spätere Annalen und Geschichtsschreiber. 
8. Melis Stoke, hsgg. u. a. v. C. van Alkerrade, Leyden 1G99; den 
für die deutsche Geschichte (unter König Wilhelm) wichtigen Teil hat 
hsgg. Böhmer, Fontes rer. Germ. II, 416 ff. Stoke schrieb wohl schon 
unter Wilhelms Sohn, Graf Florentius V.; er berichtet besonders die 
Kämpfe mit Flandern; als Holländer stellt er die Ereignisse sehr zu 
Gunsten des Königs dar, und seine Angaben sind daher nur mit Vor¬ 
sicht zu benutzen. 
9. Annales Wormatienses, M. G. SS. XVII, 51. 52—59, 36, sind 
wie Hermann von Altaich besonders wegen ihrer ausführlichen Nach¬ 
richten über den rheinischen Bund wichtig. 
10. Johannis de Века chronicon, hsgg. v. Buchelius, Utrecht 1643, 
und aus diesem der Teil, welcher über König Wilhelm handelt, von 
Böhmer, Font. rer. Germ. II, 432—449. Er schrieb um die Mitte des 
14. Jahrh. und hat manche sonst nicht überlieferte Einzelheiten, welche 
sich aber meistens als Ausschmückungen anderer Rerichte erweisen. 
11. Jacobi de Guisia, Annales Hannoniae2), hsgg. v. Marquis de 
Fortia d’Urban, Paris 1826—33 in 15 Bdn., von denen hier nur die 
1) Vgl. z. B. isla non comis comitissa, sagt er über die Gräfin von 
Flandern. 
2) Wegen der grossen Wichtigkeit dieser Annalen für die flandrisch¬ 
holländischen Verwicklungen glaubte ich sie etwas ausführlicher behan¬ 
deln zu müssen. Vgl. über ihn besonders Wilmann’s Abhandlung in 
Pertz’ Archiv der Gesellsch. f. ältere deutsche Geschichtskunde, Bd. IX, 
S. 292 ff.
	        

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