Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

Beisel,  Friedrich
(1907-1975);  saarländischer  Politiker;  1921  Arbeiter  im  Neunkircher  Eisenwerk,
Mitglied  der  freien  Gewerkschaften,  1923  Mitglied  des  Kommunistischen  Jugendverbandes
  Deutschland  (KJVD),  1928  Mitglied  der  Kommunistischen  Partei,  1929
zum  Obmann  des  Arbeiterausschusses  gewählt,  nach  anderthalbjähriger  Tätigkeit
in  dieser  Funktion  von  der  Direktion  gemaßregelt  und  entlassen,  1931-1934  Volontär
  und  Redakteur  bei  der  „Arbeiter-Zeitung“  in  Saarbrücken,  1932-1935  Fraktionsführer
  der  Kommunistischen  Partei  im  Gemeinderat  Wiebelskirchen,  1935  politisch
  verfolgt  und  emigriert,  1940-1945  Internierung,  1946  Zweiter  Vorsitzender
der  Kommunistischen  Partei  an  der  Saar  und  Chefredakteur  der  „Neuen  Zeit“,
1947-1950  und  1955-1961  Mitglied  des  Saarländischen  Landtages,  1950  Ausschluss
  aus  der  Landtagsfraktion,  1950-1954  Redakteur  verschiedener  Zeitungen
in  der  Bundesrepublik,  1954-1957  Erster  Landesvorsitzender  und  Erster  Sekretär
des  Landesverbandes  Saar  der  Kommunistischen  Partei.
Becker,  Richard
(1884-1969);  saarländischer  Unternehmer  und  Politiker;  1920-1935  Vorsitzender
des  Schutzverbandes  für  Handel  und  Gewerbe,  1923-1934  Abgeordneter  für  das
Zentrum  im  Landesrat,  1935-1942  Leiter  der  Wirtschaftsgruppe  Großhandel,  1937
Mitglied  der  NSDAP  und  Ratsherr  der  Stadt  Saarbrücken,  1943-1945  Leiter  der
Gruppe  Handel  der  Saarbrücker  Handelskammer,  1946  als  „untragbar“  aus  der
Handelskammer  ausgeschlossen,  durchläuft  das  Entnazifizierungsverfahren  jedoch
ohne  weitere  Sanktionen,  1947  Kontaktaufnahme  zum  Büro  für  Friedensfragen  und
anderen  an  der  Saarfrage  interessierten  Stellen,  1950-1951  und  1955-1962  Vorsitzender
  der  DPS,  1955-1961  Mitglied  des  Saarländischen  Landtages.
Behrens,  Hedwig
(1900-1984);  saarländische  Politikerin;  Studium  in  München,  Hamburg  und  Freiburg,
  1925  Promotion  in  Volkswirtschaft,  1931-1932  wissenschaftliche  Hilfsarbeiterin
  beim  Arbeitgeberverband  der  Saarindustrie,  1932-1934  Tätigkeit  beim  Internationalen
  Sozialwissenschaftlichen  Institut  des  Ökumenischen  Rates  für  Praktisches
  Christentum,  1935  Hilfsarbeiterin  im  Statistischen  Amt,  1936-1938  Tätigkeit
  an  der  Deutschen  Akademie  München,  1938-1946  Archivarin  bei  den  Vereinigten
  Stahlwerken  in  Düsseldorf,  1948-1950  wissenschaftliche  Mitarbeiterin  beim
Arbeitgeberverband  der  saarländischen  Eisen-  und  Metallindustrie,  1950  Tätigkeit
im  Präsidialamt  des  Saarlandes,  1951-1955  Leiterin  des  Frauenamtes  bei  der  Regierung
  des  Saarlandes,  1955-1966  Archivarin  bei  den  Eisenwerken  Mülheim-Meiderich,
  1957  Vorsitzende  der  Vereinigung  deutscher  Werksarchivare.

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