Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

Insgesamt  wurde  vom  Landrat  in  Ottweiler  wie  folgt  über  Gewerbeanträge  vom
1.6.1948 bis  zum  1.12.1951  entschieden:
Genehmigt  =  6.105  Gewerbeanträge,  davon  im  November  1951:  =  67  Anträge
abgelehnt  =  1.223  ",  "  =  30  "
Zahl  der  Betriebsschliessungen  im  Nov.  51  =  1.
VII.  Kreisrechtsausschuss  u.  Entscheidungen  zu  Polizei  Verfügungen  der  Ortspolizeibehörden:

a)  Der  Kreisrechtsausschuss  ist  gebildet  und  hielt  am  7.11.,  16.  und  23.11.51
Sitzungen  ab.  Insgesamt  wurde  dabei  über  48  Verwaltungsstreitsachen  entschieden.
Es  stehen  neu  18  Streitsachen  zur  Entscheidung  an,  über  die  noch  im  Dezember
entschieden  werden  soll.
b)  Der  Landrat  hat  über  6  Beschwerden  gegen  Polizeiverfügungen  der  Ortspolizeibehörden
  entschieden.
Nachrichtlich:  Es  wurden  über  insgesamt  53.840  ffrs  Geldstrafen  verhängt  wegen
verkehrspolizeil.  Übertretungen.
VIII.  Verkehrswesen
a)  Es  wurden  neu  zugelassen:
an  Kraftwagen  =  107,  davon  fabrikneu  =  41
an  Krafträdern  -  40,  "  "  =  16
b)  Aus  dem  Bestand  an  Kraftfahrzeugen  schieden  aus:
Kraftwagen  =  58
c)  Insgesamt  sind  im  Kreise  an  Kraftfahrzeugen  zugelassen:
Kraftwagen  =  3.458,  Krafträder  =  1.756
d)  119  Fälle  von  Verkehrsübertretungen  gelangten  zur  Anzeige,  wofür  Geldstrafen
in  Höhe  von  53.840  ffrs  ausgesprochen  wurden.
e)  Es  ereigneten  sich  26  Verkehrsunfälle;  Schwerverletzte  dabei  =  5,  Todesfälle
dabei  =  1
f)  An  Führerscheinen  wurden  neu  erteilt  =  72,  umgeschrieben  =  11
IX.  Stimmung  der  Bevölkerung
a)  Die  Stimmung  der  Bevölkerung  ist  ruhig;  sie  ist  aber  beeinflusst  durch  die  weiter
anhaltende  Preissteigerung,  mit  der  die  Entwicklung  der  Löhne  und  Gehälter  nicht
Schritt  hält.  Es  erscheint  wünschenswert  für  öffentl.  Bedienstete  Weihnachtsbeihilfen
  zu  bewilligen,  damit  auch  die  freie  Wirtschaft  sich  zu  solchen  entschliesst.
b)  Es  ist  notwendig  öffentl.  Darlehen  bereitzustellen  zur  Restfinanzierung  von
Kleinwohnungsbauten,  welche  durch  die  Preissteigerung  mit  den  bereits  bewilligten
  öffentl.  Darlehen  nicht  mehr  finanziert  sind,  damit  die  Bauhandwerker  bald
ausgezahlt  werden  können.  Ich  empfehle  damit  den  Landtag  zu  befassen.

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