Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

in  französischen  Dokumenten  übliche  Großschreibung  von  Namens-  und  Ortsbezeichnungen
  wurde  hier  nicht  übernommen.  Akzente  auf  französischen  Großbuchstaben
  wurden  nur  in  den  von  den  Herausgebern  verfassten  Teilen  des  Buches
systematisch  gesetzt.  In  den  Quellen  werden  die  betreffenden  Wörter  entsprechend
der  Originalvorlage  wiedergegeben.  Handschriftliche  Textstellen  -  vor  allem
Unterschriften  -  sind  in  der  hier  reproduzierten  Abschrift  mit  geschweiften  Klammem
  kenntlich  gemacht.  Kommentare  oder  Ergänzungen  der  Herausgeber  stehen
in  eckigen  Klammem.  Abkürzungen  wurden  grundsätzlich  bei  ihrer  jeweils  ersten
Nennung  sowie  im  Abkürzungsverzeichnis  aufgelöst.  Lediglich  Abkürzungen,  die
als  feststehende  Begriffe  in  den  Sprachgebrauch  eingegangen  sind,  wurden  ohne
weitere  Erläuterung  übernommen.  In  den  von  den  Herausgebern  formulierten
Teilen  wurde  prinzipiell  die  neue  deutsche  Rechtschreibung  verwendet.  Die
einzelnen  Quellen  wurden  lediglich  mit  den  zum  jeweiligen  Entstehungszeitpunkt
geltenden  orthographischen  Regeln  abgeglichen.
Die  Quellen  in  diesem  Arbeitsbuch  sind  prinzipiell  chronologisch  angeordnet,
wobei  das  Material  in  drei  Teile  gegliedert  wurde.  Ein  erster  Teil  umfasst  die
Geschichte  des  Saarlandes  in  der  frühen  Nachkriegszeit  (1944  1947).  Der  zweite
Teil  illustriert  die  Zeit  der  Ausbildung  und  Durchsetzung  des  teilautonomen  Saarstaates
  (1948-1952).  Ein  dritter  Teil  enthält  Dokumente  zur  Lösung  der  Saarfrage
und  zur  Eingliederung  der  Saar  in  die  Bundesrepublik  (1952-1957).  Innerhalb  der
einzelnen  Teile  wurde  eine  sachliche  Untergliederung  der  Quellen  nach  internationaler
  und  innersaarländischer  Perspektive  angestrebt  -  eine  Abgrenzung,  die
naturgemäß  nur  recht  unscharf  sein  kann.  Im  dritten  Teil  findet  sich  zudem  ein
weiterer  Abschnitt,  der  einige  Dokumente  zur  Zeit  nach  der  Abstimmung  vom
Oktober  1955  umfasst,  ohne  dabei  jedoch  den  Anspruch  auf  eine  umfassende
Illustration  der  Übergangszeit  zu  stellen.  Vor  allem  in  diesem  Abschnitt  wird  auf
weitere  zentrale  Dokumente  verwiesen,  die  bereits  an  anderem  Ort  publiziert  und
deshalb  hier  nicht  noch  einmal  zusätzlich  abgedmckt  wurden.
Auch  auf  Quellen  zum  Abstimmungskampf  selbst  wurde  weitgehend  verzichtet.
Statt  dessen  wurde  dem  Buch  die  CD-ROM  von  Susanne  Dengel  beigelegt,  welche
am  Beispiel  der  Berichterstattung  in  der  saarländischen  Presse  einen  didaktischen
Einstieg  in  den  gesamten  Themenbereich  des  Referendums  ermöglicht.  Grundlage
dieser  Darstellung  bilden  die  Argumcntationslinien  der  sechs  wichtigsten  saarländischen
  Zeitungen  in  der  letzten  Phase  des  Abstimmungskampfes  -  der  „Saarbrücker
Zeitung“,  der  „Saarländischen  Volkszeitung“  und  der  „Volksstimme“  als  Befürworter
  sowie  der  „Neuesten  Nachrichten“,  der  „Saarbrücker  Allgemeinen  Zeitung“
und  der  „Deutschen  Saar“  als  Gegner  des  Statuts.  Da  beide  Parteien  in  Adenauer
einen  Fürsprecher  ihrer  jeweiligen  Positionen  sahen,  wird  diese  Betrachtung  ergänzt
  um  eine  Diskussion  der  tatsächlichen  Haltung  des  deutschen  Bundeskanzlers
zum  Saarstatut.  Die  CD-ROM  richtet  sich  an  ein  breites  Publikum  und  ist  insbesondere
  für  den  Einsatz  im  Schulunterricht  gedacht,  weshalb  die  Texte  möglichst

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