4. Schultursorge
Im Monat März fanden laufend Schulkinderuntersuchungen sämtlicher Klassen von
Saarbrücken 1, 3 und 6 statt, durch Frau Dr. Fatum, die Schulärztin des Gesundheitsamtes.
Außerdem fanden in der letzten Woche nach vorheriger Vereinbarung
mit dem Leiter des Gesundheitsamtes durch die Schulärztin Untersuchungen ftir die
Verschickung von 150 bedürftigen Kindern von 6-10 Jahren nach der Schweiz
statt. Die Schulkinderspeisung der Schweizer Spende wurde im Monat März an
4-6.000 Kinder abgegeben.
5. Säuglingsfürsorge
Ende März wurden in Saarbrücken 1 und 2 die Mütterberatungsstunden eröffnet.
Sie finden monatlich zweimal, einmal unter Leitung des Kinderarztes statt. Eine
weitere Mütterberatungsstelle wird in diesen Tagen in Saarbrücken 6 eingerichtet.
In den letzten Wochen fanden durch den Arzt der Schweizer Spende Untersuchungen
der Kleinstkinder von 0-3 Jahren statt und anschließend eine Ausgabe von
„Flettomilch“ und Zwieback an die besonders Bedürftigen, die in Abständen von
14 Tagen 3 Monate lang wiederholt werden soll.
T uberkulosefürsorge
Mitte März wurde die Röntgenabteilung des Gesundheitsamtes in Saarbrücken in
Betrieb genommen. Es fehlen jetzt noch Filme, Entwickler, Filmrahmen, die entsprechende
Töpfe zum Ansetzen der Chemikalien von Entwickler und Foxierbad,
vor allem elektrische Birnen.
Die Asylicrung der offenen Tbc.-Kranken wird immer schwieriger, da die einzigen
dafür in Frage kommenden Krankenhäuser des Landeskrankenhauses Homburg
und des Knappschaftskrankenhaus Sulzbach ständig belegt sind.
Geschlechtskrankenfürsorge
Infolge der Einrichtung der Lungenberatungsstelle mußte die Gesundheitsbehörde
mit der Beratungsstelle für Geschlechtskranke verlegt werden. Da die hierfür vorgesehenen
beiden Räume wegen Gipsmangel noch nicht fertiggestellt sind, wurde
das Untersuchungszimmer mit Sprechzimmer bzw. Büro in einem Raum untergebracht.
Die ärztlichen Untersuchungen müssen nun durch die Fürsorgerin in einem
Gang bzw. einer Tümische durchgeführt werden, was sich besonders auf die Rücksprachen
mit den einzelnen Frauen, die meistens intime Dinge berühren, ungünstig
auswirkt.
Die ärztliche und zahnärztliche Versorgung der Bevölkerung ist ausreichend.
[...]
3. Einnahmen und Ausgaben der Stadthauptkasse
Die Einnahmen und Ausgaben betrugen im Berichtsmonat
a) für eigene Rechnung
Einnahme rd. 2.200.000,- RM
Ausgabe rd. 1.100.000,- RM
sonach Mehreinnahme 1.100.000,- RM
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