Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

IV. Preisbehörde
Es  wurden  55  Anzeigen  vorgelegt,  davon  sind  47  zum  Abschluß  gebracht.  Ordnungsstrafen
  wurden  im  Gesamtbetrag  von  13.845,-  RM  verhängt;  in  4  Fällen  wurde
  der  Mehrerlös  von  insgesamt  5.061,50  RM  eingezogen  und  gebührenpflichtige
Verwarnungen  in  Höhe  von  138,-  RM  erteilt.  Es  wurde  im  wesentlichen  gegen
Höchstpreise  bei  Butter,  Wurstwaren,  Wein,  Tabakwaren,  Süßstoff  usw.  verstoßen.

D) Verkehrswesen
Durch  das  Regierungspräsidium  Saar,  Abteilung  Wirtschaft,  wurden  dem  Kreisstraßenverkehrsamt
  Saarbrücken-Stadt  für  den  Monat  März
20.690  L  Benzin
6.400  L  Dieselöl
45.000 kg  Methangas  und
790  Rin  Holzzugewiesen.
Am  1.4.1946  waren  im  Bezirk  der  Stadt  Saarbrücken
2.335  Motorfahrzeuge  und  2.457  Kraftfahrzeuge  und
230  Anhänger  gegenüber  220  Anhängern  am  1.3.46  registriert.
Die  Anzahl  der  zugelassenen  Kraftfahrzeuge  belief  sich  am  1.4.1946  auf  2.070
Motorfahrzeuge  einschl.  451  Motorfahrzeuge  der  Saargruben  A.-G.,  der  Bahn  und
der  Post.
Durch  den  immer  noch  bestehenden  Reifenmangel  können  oft  die  dringendsten
Fahrten  nicht  ausgeführt  werden.  150  Reifen  liegen  seit  mehreren  Wochen  zur
Verteilung  bereit,  bis  jetzt  ist  diese  aber  durch  die  Militärregierung  noch  nicht
erfolgt.
An  Decken  und  Schläuchen  wurden  für  den  Bezirk  der  Stadt  Saarbrücken  im
Berichtsmonat  angefordert  für
1.200  Schläuche
450
25
40
300  Stück  6  Volt
400  "  12  Volt.

Lastwagen  1.500  Decken
Personenwagen  700
Omnibusse  40
Zugmaschinen  60
An  Batterien  werden  benötigt:

E) Gesundheitswesen
In  der  Zeit  vom  1.-31.3.1946  sind  nachstehende  Infektionskrankheiten  im  Stadtbereich
  aufgetreten:  Diphterie  26  Fälle,  Scharlach  2  Fälle,  Typhus  5  Fälle,  Lungentbc.
6  Fälle,  Blenn.  45  Fälle,  Syphilis  14  Fälle,  Scabies  518  Fälle,  fieberhafte
Fehlgeburt  1  Fall.
Apotheken  und  Arzneimittel
Die  Arzneimittelversorgung  ist  nach  wie  vor  unzureichend.

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