Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

5.7.1957
15.7.1957

25.7.1957
27.7.1957

10.8.1957
23.8.1957

15.9.1957
30.9.1957
1.10.1957
1.10.1957
4.10.1957
15.10.1957
Nov.  1957

5.11.1957
7.11.1957

Ratifikation  der  EWG-Verträge  durch  den  Deutschen  Bundestag.
Tankstellen-Streik,  weil  Super-Benzin  im  Saarland  auf  99,40
Francs  (1,19  DM  damaliger  Wert)  erhöht  wird.  Der  Streik  lähmt
das  öffentliche  Leben.
Das  französische  Parlament  nimmt  die  Vertragsentwürfe  zu
Euratom  und  zum  Gemeinsamen  Markt  an.
Gesetz  über  die  Einbringung  der  Steinkohlenbergwerke  im  Saarland
  in  eine  Aktiengesellschaft:  Das  Grundkapital  wird  auf  35
Milliarden  Francs  festgesetzt;  die  Bundesrepublik  übernimmt
74  %  der  Aktien  und  das  Saarland  wird  mit  26  %  am  Grundkapital
  beteiligt.
Opération  20  %:  Pseudoabwertung  des  französischen  Francs.
Die  Regierung  des  Saarlandes  beschließt,  dass  die  zuständigen
Minister  sofort  Kontakt  mit  der  Bundesregierung  aufnehmen  mit
dem  Ziel,  die  Erhaltung  der  Kaufkraft  zum  Zeitpunkt  der  wirtschaftlichen
  Eingliederung  schon  jetzt  sicherzustellen.  Hierbei
sollen  eine  Währungsgarantie  seitens  der  Bundesregierung  angestrebt
  und  die  Probleme  einer  eventuellen  Abkürzung  der
Übergangszeit  erörtert  werden.
Wahl  zum  dritten  Bundestag:  50,2  %  für  die  CDU,  31,8  %  für  die
SPD  und  7,7  %  für  die  FDP.
Die  französische  Unternehmensleitung  scheidet  aus  der  Saarbergwerke
  AG  aus.
Rücktritt  der  Regierung  Bourgès-Maunoury.
Gründung  der  Saarbergwerke  AG  als  Nachfolgerin  der  Saarbergwerke.

Start  des  Sputnik.  Die  UdSSR  demonstriert  damit  die  Verfügbarkeit
  von  Interkontinentalraketen  und  stellt  das  amerikanische
Verteidigungskonzept  in  Frage.
Der  Präsident  der  saarländischen  Einheitsgewerkschaft  und  erste
Vorsitzende  des  Industrieverbandes  Bergbau,  Paul  Kutsch,  scheidet
  wegen  Krankheit  aus  der  aktiven  Gewerkschaftsbewegung  aus.
Bei  den  Betriebsratswahlen  1957  zeigt  die  Industriegewerkschaft
Metall  (IG  Metall)  gegenüber  den  sonstigen  Arbeitnehmerverbindungen
  der  Metallbranche  eine  klare  Vormachtstellung:  Von
den  bis  Mitte  November  insgesamt  gewählten  662  Betriebsräten
stellt  sie  563,  also  etwa  85  %.
Regierung  Félix  Gaillard.
Kurzer  Proteststreik  des  DGB-Saar  gegen  das  „Abgleiten  des
Lebensstandards  unter  dem  Franc“  und  für  die  sofortige  Einführung
  der  DM.

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