Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

23.9.1955
26.9.1955

28.9.1955
29.9.1955
5.10.1955

9.10.1955

11.10.1955
12.10.1955
13.10.1955
15.-16.10.1955
18.10.1955

ehemaliger  Beamter  im  Innenministerium.  Die  CSU  fordert  die
Verschiebung  des  Referendums  und  Neuwahl  des  Landtages.
Bundestag  billigt  die  Moskauer  Vereinbarungen  über  die  Aufnahme
  diplomatischer  Beziehungen.
Erklärung  des  Apostolischen  Visitators  zum  Abstimmungskampf,
die  den  Missbrauch  der  Religion  zu  politischen  Zwecken  anprangert.
  Die  saarländischen  Katholiken  sollten  am  23.  Oktober  freien
  Gewissens  entscheiden.  Es  sei  jedoch  ihre  Pflicht,  die  Interessen
  der  Kirche  zu  berücksichtigen  und  der  Verantwortung
gegenüber  ihrem  Land  gerecht  zu  werden.  Die  Erklärung  wird
am  27.  September  veröffentlicht.
Die  Deutsche  Demokratische  Union  (DDU)  wird  als  zehnte  saarländische
  Partei  gegründet.
Richard  Rauch,  Vizepräsident  der  Einheitsgewerkschaft,
Präsident  des  IV  Metall  und  Landtagsabgeordneter,  schließt  sich
der  DSP  an  und  wird  dadurch  der  erste  deutsche  Abgeordnete  im
saarländischen  Parlament.
Treffen  von  Adenauer  und  Faure  in  Luxemburg.  Erwartungsgemäß
  geht  es  vorrangig  um  die  Saar,  doch  das  gemeinsam
verfasste  Kommunique  ist  in  allgemeiner  und  zurückhaltender
Form  gehalten.  Es  wird  aber  darin  vereinbart,  dass  die  politischen
Freiheiten  nach  der  Annahme  des  Statuts  garantiert  werden  und
im  nächsten  Februar  Dreier-Verhandlungen  mit  der  Bundesrepublik,
  Frankreich  und  dem  Saarland  stattfinden  sollen.
Aloys  Schmitt  vertritt  auf  der  Revierkonferenz  des  IV  Bergbau
die  Generalforderung  des  Verbandes,  nämlich  die  „Änderung  des
derzeitigen  Zustandes  an  der  Saar“  durch  ein  Nein  zum  Saarstatut
zu  verwirklichen.  Paul  Kutsch  betont,  dass  der  französisch-saarländische
  Wirtschaftsvertrag  vom  3.  Mai  1955  dieselben  Fesseln
enthalte,  die  der  Saar  bisher  durch  die  Konventionen  auferlegt
worden  wären.  In  einer  Entschließung  fordert  die  Revierkonferenz
  schließlich  das  Nein  zum  Saarstatut.
Die  ersten  saarländischen  Kriegsgefangenen,  die  aufgrund  der
Intervention  Adenauers  aus  russischer  Gefangenschaft  freigelassen
  wurden,  treffen  in  Saarbrücken  ein.
Wirtschaftskonferenz  der  Parteien  des  Heimatbundes  in  Saarbrücken.

Ende  der  Sequesterverwaltung  für  Neunkirchen.
Bundesparteitag  des  GB/BHE  beschließt  dessen  Ausscheiden  aus
der  Regierungskoalition  in  Bonn.
Gründung  des  DGB  Saarland  in  Saarbrücken.  Dabei  kommen  die
Vertreter  derjenigen  Gewerkschaftskreise  des  Saarlandes  zusam-183


            
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