6.9.1955
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7.9.1955
9.9.1955
9.9.1955
14.9.1955
17.9.1955
18.9.1955
19.9.1955
20.9.1955
22.9.1955
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Memorandum der CDU/Saar an den Bundestag.
Kindt-Kiefer, an der Saar geborenes CDU-Mitglied, der zuvor
mit Adenauer gesprochen hat, wird von Hoffmann empfangen.
Hubert Ney hingegen lehnt eine Kontaktaufnahme ab.
Louis Knaff, Direktor der „Saarbrücker Zeitung“, verlässt die
Zeitung, da ihre Leitung durch einen Nicht-Saarländer (Knaff ist
Franzose) dem Statut widerspreche.
Der Vorsitzende der Europäischen Kontrollkommission Dehousse
stellt auf einer Pressekonferenz in Saarbrücken fest, dass
die gewaltsamen Zwischenfälle bei den Versammlungen der
Statut-Befürworter nun glücklicherweise beendet seien. Dennoch
werden Druck und Störversuche vor den Eingängen der Säle bei
Kundgebungen fortgesetzt. Die Kommission erlässt eine letzte
Warnung an die Statutgegner.
Rücktritt von Paul Senf als Finanzminister. Ministerialdirigent
Max Wagner wird mit der Führung der Geschäfte des Ministeriums
beauftragt. Die Demission Senfs wird nicht als Überraschung
gewertet, da er als Gegner einer allzu engen Wirtschaftskooperation
mit Frankreich gilt. Senf begründet seinen Rücktritt
damit, dass nicht mehr wirklich über das Referendum abgestimmt
werde. Er fordert den Rücktritt der Regierung, Neuwahl des
Landtages und erst anschließend das Referendum. Solange Hector
an der Regierung sei, müsse eine Befriedung des Landes unmöglich
bleiben. Im übrigen sei er überzeugt, dass auch in Frankreich
genügend Politiker die Einsicht hegten, dass man nicht einfach
gegen den Willen der saarländischen Bevölkerung eine Art
von kolonialistischem System aufrecht erhalten könne.
Rede Hoffmanns in Völklingen. - Die pro-deutschen Parteien
scheitern bei ihrem Versuch, die Kundgebungen zu stören.
Die pro-deutsche Presse greift Luitwin von Boch an, der den Arbeitern
der Keramik-Fabrik Villeroy & Boch erklärt hatte, welche
Folgen eine Ablehnung des Statuts und ein Auseinanderbrechen
der Wirtschaftsunion für das Unternehmen haben könnten.
Außerordentlicher Kongress der CDU-Saar in Saarbrücken. Man
will an dem Nein festhalten.
Der Präsident der Evangelischen Kirche im Rheinland erklärt, in
der Saarfrage Neutralität zu wahren.
Sowjetische Souveränitätserklärung für die DDR,
Der Ausschuss der CDU-Saar gibt eine Liste von zehn Punkten
bekannt, die für die Ablehnung des Statuts maßgeblich sind,
Gründung der Christlich-Sozialen Union (CSU-Saar), welche die
Ansichten von Professor Senf vertritt. Vorsitzender ist Eckert,
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