Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

21.3.1953
22.3.1953
22.-23.3.1953

9.4.1953

10.4.1953

10.4.1953

14.4.1953

1.-3.5.1953

der  SPD  und  KPD)  den  Deutschlandvertrag  nebst  Zusatzverträgen
  vom  26.  Mai  1952  und  mit  224  gegen  164  Stimmen  den
EVG-Vertrag  vom  27.  Mai  1952.  Außerdem  nimmt  der  Bundestag
  Entschließungen  zur  Wiedervereinigung  Deutschlands  sowie
zur  Gleichberechtigung  der  Bundesrepublik  Deutschland  und  der
Notwendigkeit  ihres  Beitritts  zur  NATO  an.
Adenauer  kritisiert  in  einem  Schreiben  an  François-Poncet  die
Auflösung  des  IV  Bergbau.  Er  sieht  darin  einen  Verstoß  gegen
Artikel  X  und  XI  der  Menschenrechtskonvention  des  Europarats.
Johannes  Hoffmann  schlägt  vor,  durch  Fusion  des  saarländischlothringischen
  Kohlereviers  ein  Zechenkombinat  Lothringen-Saar
  zu  schaffen.
Siebter  CVP-Kongress  in  Saarbrücken.  Dort  versichert  Hoffmann,
  dass  das  Saarland  dank  der  neuen  allgemeinen  Konvention
die  volle  Autonomie  erhalten  werde.  Er  betont  die  Notwendigkeit
einer  befriedigenden  Lösung  des  Warndt-Problems  und  bekräftigt,
  dass  das  Ziel  jeder  Saarpolitik  eine  Europäisierung  des
Saarlandes  sein  müsse.
Nach  Reisen  Mayers  und  Bidaults  (26.-27.  März  1953)  sowie
Adenauers  (7.  April  1953)  nach  Washington  kommt  das  abschließende
  Kommuniqué  den  deutschen  Wünschen  nicht  entgegen,
sondern  beschränkt  sich  auf  folgende  Feststellung:  „Die
Probleme  der  Saar  sind  diskutiert  worden.  Die  beiden  Parteien
sind  übereingekommen,  dass  im  allgemeinen  Interesse  sehr  bald
eine  Einigung  gefunden  werden  muss.“  Sowohl  Frankreich  als
auch  die  Bundesrepublik  bemühen  sich  um  amerikanische
Unterstützung  für  ihre  jeweiligen  Saarpositionen,  doch  die  USA
bleiben  bei  ihrer  Politik  einer  Mittlerstellung.
Veränderung  der  saarländischen  Verfassung:  Die  Legislaturdauer
wird  an  Stelle  von  6  Jahren  auf  5  Jahre  festgesetzt,  eine  Teilauflösung
  ist  nicht  mehr  vorgesehen  (Artikel  69,  §2).  Die  Nichtwiederwählbarkeit
  des  Ministerpräsidenten  nach  einer  Legislaturperiode
  und  3  Jahren  wird  aufgehoben  (Artikel  89).
Sechs-Punkte-Programm  der  Saarregierung  zur  Europäisierung
der  Saar.  Dieses  bringt  den  Wunsch  der  Saarregierung  nach
Unabhängigkeit  zum  Ausdruck  und  entspricht  in  seinem  wirtschaftspolitischen
  Teil  weitgehend  den  bundesdeutschen  Vorstellungen.

Wiederaufnahme  der  Saarkonventionsverhandlungen  nach  einer
kurzen  Unterbrechung  wegen  der  Osterfeiertage.
Zweite  ordentliche  Generalversammlung  der  GCS.  -  Der  Erste
Vorsitzende  Hans  Ruffing  fordert  den  Abbau  der  Warndt-Kohle
allein  durch  saarländische  Gruben.

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