30.1 1.1952
15.12.1952
20.12.1952
21.12.1952
23.12.1952
31.12.1952
Jan. 1953
5.1.1953
6.1.1953
Schuman sich zu Veränderungen in den folgenden Bereichen
bereit: 1. Schaffung einer schiedsrichterlichen Institution, 2. Abschaffung
des französischen Einspruchsrechtes, 3. Gemeinsame
französisch-saarländische Verwaltung der saarländischen Kohlevorkommen,
4. Französisch-saarländischer Außenhandel,
5. Saarländischer Beitrag zu den Verwaltungs- und Verteidigungskosten,
6. Reorganisation der unter Sequester stehenden Eisenwerke,
7. Warndt-Vorkommen.
Landtagswahlen im Saarland: Die CVP erhält 54,7 % (Zugewinn
von 9.000 Stimmen), die SPS 32,4 % (Verlust von 6.000
Stimmen), die KP 9,5 % (Zugewinn von 4.000 Stimmen) und die
DVP 3,4 % (kein Abgeordnetenmandat), 22,6 % ungültige Stimmen.
Von den 50 Sitzen des Landtages entfallen 29 auf die CVP,
17 auf die SPS und 4 auf die KP. Vgl. Quelle Nr. 90
Verfassungstag: Festgottesdienst mit dem Abt des Klosters Tholey
und Feier im Stadttheater.
Das Landgericht Saarbrücken erklärt die Maßnahmen gegen
Kutsch für ungesetzlich mit dem Argument, das normale Ausschlussverfahren
könne nicht für eine Führungspersönlichkeit
gelten, die von einem Gewerkschaftskongress gewählt worden ist.
Nur der Gewerkschaftskongress könne Kutsch seiner Ämter entheben.
Gründung einer Industriegewerkschaft Bergbau durch den
kommissarischen Vorstand des IV Bergbau.
Rücktritt der Regierung Pinay.
In einer außerordentlichen Generalversammlung wird Paul
Kutsch mit 281 gegen 13 Stimmen in seinem Amt als Vorsitzender
des IV Bergbau bestätigt. Anwesend sind allerdings
auch nur die Befürworter von Kutsch und die kommunistischen
Gewerkschaftler.
Die Régie des Mines schließt das Geschäftsjahr 1952 mit einem
auf 11 Milliarden Francs geschätzten Fehlbetrag. Es liegen sogar
Kohlen auf Halde.
Der Industriegewerkschaft Bergbau wird die Tariffähigkeit zuerkannt.
Saarjunktim des neuen französischen Ministerpräsidenten René
Mayer: Er erklärt in seiner Investiturrede, die Wahlen hätten gezeigt,
dass die Saarbevölkerung wünsche, in politischer Autonomie
im Rahmen Europas zu leben und die wirtschaftliche
Verbindung zu Frankreich aufrechtzuerhalten. Es sei an der Zeit,
neue französisch-saarländische Konventionen auszuarbeiten, die
die Konventionen von 1950 änderten, und Verhandlungen über
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