Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

29.6.1952
30.6.1952
Juli  1952
18.7.1952
19.7.1952
23.7.1952

23.7.1952

1.8.1952
2.8.1952

31.8.1952

der  Rückkehr  in  die  Landeshauptstadt  ein  überwältigender  Empfang
  zuteil.
Papst  Pius  XII.  empfängt  den  Ersten  Vorsitzenden  der  noch  nicht
zugelassenen  CDU  des  Saarlandes,  Dr.  Hubert  Ney,  in  einer
Sonderaudienz.
Ende  des  Marshallplans.
John  McCloy  tritt  als  amerikanischer  Hoher  Kommissar  zurück.
Nachfolger  wird  James  B.  Conant.
Veröffentlichung  des  Gesetzes  über  die  Einführung  der
gleitenden  Lohnskala.
Eröffnungsfeier  der  Olympischen  Spiele  in  Helsinki:  das  saarländische
  Team  (Saar)  marschiert  direkt  vor  den  deutschen  Teilnehmern
  (Saksa)  ein.
Ehe  die  Septembersitzung  des  Ministerausschusses  des  Europarats
  das  bundesdeutsche  Memorandum  zu  den  demokratischen
Freiheiten  an  der  Saar  behandelt,  schlägt  Schuman  während  der
Außenministerkonferenz  der  sechs  EGKS-Länder  vor,  Straßburg
zum  provisorischen  Sitz,  Saarbrücken  jedoch  zum  endgültigen
Sitz  der  Montanunion  zu  machen  unter  der  Voraussetzung,  dass
die  Saar  ein  europäisches  Statut  erhalte.  -  Auf  Initiative  des
italienischen  Ministerpräsidenten  Alcide  De  Gaspcri  nimmt  der
Ministerrat  schließlich  eine  Entschließung  an,  durch  welche
Frankreich  und  die  Bundesrepublik  aufgefordert  werden,  vor  dem
15.  September  1952  ein  solches  Statut  aufzustellen.
Der  Vertrag  über  die  Gründung  der  EGKS  tritt  in  Kraft.  Am  selben
  Tag  wird  vereinbarungsgemäß  das  Ruhrstatut  sowie  jegliche
alliierte  Kontrolle  bzw.  Beschränkung  der  deutschen  Montanindustrie
  aufgehoben  und  die  Internationale  Ruhrbehörde  aufgelöst.
Die  ersten  deutsch-französischen  Saarbesprechungen  finden  in
Paris  zwischen  Außenminister  Schuman  und  Staatssekretär  Hallstein
  statt.
In  einem  an  Schuman  adressierten  Brief  bittet  Adenauer  um  eine
Vertagung  der  Wahlen  an  der  Saar  und  um  eine  Zulassung  der
pro-deutschen  Parteien.  Darin  bittet  er  auch  um  eine  Verschiebung
  des  für  den  8.  August  1952  anberaumten  Treffens.
Die  Revierkonferenz  des  IV  Bergbau  verabschiedet  eine  Entschließung
  „für  eine  gute  Lösung  der  Saarfrage“.  Eine  europäische
  Lösung  der  Saarfrage  schließe  logischerweise  die  Vorherrschaft
  Frankreichs  an  der  Saar  aus.  Die  Revierkonferenz
fordert  bis  zur  endgültigen  Regelung  durch  einen  Friedensvertrag
die  Änderung  des  derzeitigen  Zustandes:  1.)  den  Wegfall  der
Konventionen;  2.)  eine  Neuordnung  der  Saargruben;  3.)  die  Ein-142


            
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