Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

15,2.1951

Beginn  der  Beratungen  über  den  Pleven-Plan  in  Paris.  Die  Delegation
  der  Bundesrepublik  verhandelt  in  voller  Gleichberechtigung.


20.2.1951

Erklärung  des  Außenministers  Schuman  vor  dem  Rat  der
Republik  über  die  französisch-saarländische  Politik,  in  welcher
er  u.a.  die  Frage  der  gegenseitigen  diplomatischen  Vertretungen
sowie  die  Frage  der  Beteiligung  des  Saarlandes  an  der  Verteidigung
  Europas  anschneidet.

22.2.1951

Hoffmann  erklärt  auf  einer  Pressekonferenz,  dass  das  Saarland
sich  an  der  Verteidigung  Europas  beteiligen  müsse,  nachdem  es
Mitglied  des  Europarats  geworden  sei.

27.2.195!

Landesparteivorstand  und  Landtagsfraktion  der  SPS  beschäftigen
sich  mit  dem  von  Außenminister  Schuman  geforderten  militärischen
  Beitrag  im  Rahmen  eines  Parteibeschlusses,  der  einen
saarländischen  Verteidigungsbeitrag  von  der  vorherigen  internationalen
  Anerkennung  des  Saarlandes  abhängig  macht.

28.2.1951

Rücktritt  der  Regierung  Pleven.

6.3.1951

Außenministerkonferenz  in  New  York.

6.3.1951

Der  Wirtschaftsbeirat  der  CVP  fordert  in  einer  Resolution  die
Rechte  eines  siebten  Mitgliedstaates  für  das  Saarland  in  der
EGKS.

7.3.1951

Hoffmann  erklärt  auf  einer  Pressekonferenz,  dass  die  außenpolitische
  Vertretung  des  Saarlandes  durch  Frankreich  auch  in
Bezug  auf  die  EGKS  Anwendung  finde.  Die  Ratifikation  hänge
jedoch  von  der  Zustimmung  des  Landtages  ab.  Hoffmann  teilt
ferner  mit,  die  französische  Regierung  habe  der  Ernennung  des
Fraktionsvorsitzenden  der  CVP,  Rechtsanwalt  Erwin  Müller,
zum  diplomatischen  Vertreter  des  Saarlandes  in  Paris  zugestimmt.


9.3.1951

Regierung  Henri  Queuille.

15.3.1951

Wiedererrichtung  des  Auswärtigen  Amtes  (AA).  Übernahme  des
Außenministeriums  durch  Bundeskanzler  Konrad  Adenauer.

18.3.1951

René  Fort,  Chef-Ingenieur  der  französischen  Saargrubenverwaltung,
  wird  zum  ständigen  Generalsekretär  des  französisch-saarländischen
  Grubenausschusses  ernannt.

22.3.1951

Grandval  berichtet  der  „Saarbrücker  Zeitung“,  dass  die  französische
  Regierung  die  Einrichtung  einer  französischen  Botschaft
in  Saarbrücken  beschlossen  habe  und  dies  ein  Beweis  für  die
Entschlossenheit  Frankreichs  sei,  die  Souveränität  des  Saarlandes
sowohl  auf  innenpolitischem  als  auch  auf  außenpolitischem  Gebiet
  zu  fördern.

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