Full text : Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa

15.6.1945
22.6.1945
5.6.1945
3.7.1945
7.7.1945
10.7.1945
10.7.1945
13.7.1945
17.7.-2.8.1945
21.7.1945
23.7.1945
27.7.1945
29.7.1945
30.7.1945
31.7.1945
Ende  Juli  1945

Errichtung  des  französischen  Oberkommandos  in  Deutschland.
Die  Franzosen  einigen  sich  mit  den  Amerikanern  und  den  Briten,
aus  deren  Verfügungsmasse  sie  ihre  Zone  erhalten,  über  den
Grenzverlauf.  Die  so  geschaffene  französische  Besatzungszone
besteht  aus  acht  verschiedenen  deutschen  Provinzen.
Laut  Auszählung  der  Registrierscheine  hat  Saarbrücken  28.000
Einwohner.
Die  Völklinger  Eisen-  und  Stahlwerke  GmbH  wird  unter  Sequesterverwaltung
  gestellt.
Décret  betreffend  die  Errichtung  eines  Interministeriellen  Ausschusses
  für  deutsche  und  österreichische  Angelegenheiten.
Ablösung  amerikanischer  Truppen  durch  französische  im  Saarland.
  Die  Mission  française  des  Mines  übernimmt  die  Verantwortung
  für  die  Saargruben.
Beginn  der  Aktivitäten  des  Mouvement  pour  le  Rattachement  de
la  Sarre  à  la  France  (MRS).
Umorganisation  des  westalliierten  Oberkommandos:  Bildung  des
Office  of  Military  Government,  United  States  (OMGUS)  und  der
Control  Commission  for  Germany/British  Element  (CCG/BE).
Potsdamer  Konferenz.
Auflösung  des  Suprême  Headquarters,  Allied  Expeditionary
Force  (SHAEF).  Gegen  Ende  des  Monats  übernimmt  die  französische
  Militärverwaltung  die  Regierung  anstelle  der  1.  Armee.
Ernennung  Pierre  Koenigs,  zuletzt  Militärgouvemeur  von  Paris,
zum  Commandant  en  Chef  Français  en  Allemagne.
In  England  gewinnt  die  Labour  Party  die  Mehrheit.  Neuer
Premier  wird  Clement  Attlee.
Die  französische  Militärregierung  übernimmt  die  Verwaltung  des
Saarlandes.
Durch  die  Décision  №  5/OC/8P  von  Koenig  werden  alle  Eigentumstitel
  der  Röchling-Werke  Völklingen  unter  die  Verwaltung
der  Militärregierung  gestellt.
Émile  Laffon  tritt  sein  Amt  als  Administrateur  Général  für  die
französische  Besatzungszone  an.
Versammlung  von  ehemaligen  Gewerkschaftlern  und  Interessierten
  in  St.  Ingbert.  Sie  wurde  einberufen  von  Heinrich  Wacker,
dem  früheren  Geschäftsführer  des  Deutschen  Werkmeisterverbandes.
  In  seinem  Referat  plädiert  er  für  die  Einheitsgewerkschaft.
  Ein  erster  provisorischer  Vorstand  wird  gewählt.  Während
die  Verordnungen  des  Alliierten  Kontrollrats  den  Aufbau  von
Gewerkschaften  in  den  Besatzungszonen  von  unten  herauf  vor-98


            
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