Full text : Historische Blicke auf das Land an der Saar

eine  Software  wird  dieses  wissenschaftliche  Vorgehen  niemals  abbilden  können.
Ob  aber  Historiker  in  Zukunft  noch  Quellen  und  Sekundärliteratur  überwiegend  in
Form  von  Printmedien  benutzen  werden,  ist  sehr  fraglich.  Renommierte  amerikanische
  und  englische  Bibliotheken  haben  bereits  weite  Teile  ihrer  Bestände  der  Firma
  Google  zum  Scannen  freigegeben“,  Zeitschriften  erscheinen  inzwischen  schon
parallel  als  Print-  und  online-Ausgaben3,  und  dasselbe  gilt  in  steigendem  Maß  für
Lexika4 5,  Sammelbände\  aber  auch  Monographien,  die  ganz  oder  teilweise6  elektronisch
  zur  Verfügung  stehen.  Das  Vordringen  von  E-Book-Readern  und  Tablet-PCs
  wird  diesem  Prozess  wohl  weiter  Vorschub  leisten.
Von  solchen  Entwicklungen  sind  die  Erforschung  der  Regionalgeschichte  und
die  Präsentation  von  Forschungsergebnissen  an  der  Universität  sowie  die  Vermittlung
  von  Regionalgeschichte  in  der  Schule  und  im  öffentlichen  Raum  unterschiedlich
  betroffen7.
Die  Recherche  zu  regionalen  Forschungsfragen  wird  durch  zahlreiche  Digitalisate
  und  Dienste  erleichtert.  So  sind  etwa  seit  2006  die  Bestände  des  „Landesarchivs
  des  Saarlandes“,  aber  auch  die  anderer  saarländischer  und  regional  benachbarter
  Archive,  über  das  „Archivportal  für  den  Südwesten“  online  zugänglich8 9.  In
der  „Saarländischen  Bibliographie  Online“  sind  Literatur  und  Medien,  die  das
Saarland  zum  Inhalt  haben,  seit  1991  komplett  erfasst'7,  auf  der  Portalseite  „Museen
  im  Saarland“10  können  über  „DigiCult“  erfasste  Objekte  mit  Bild,  Beschreibung
und  weiterführenden  Informationen  eingesehen  werden.
Der  Umgang  mit  derartigen  fachspezifischen  und  fachübergreifenden  Recherche-Tools
  spielt  in  den  neuen  Bachelor-Studienordnungen  neben  der  fachwissen¬'

  Zum  Beispiel:  Harvard  University,  University  of  Michigan,  Stanford  University,  Oxford
University:
http://books.google.de/intl/de/googlebooks/common.html#l  (2.1.2012).
Beispielsweise  die  Historische  Zeitschrift:
http://www.digizeitschriften.de/searchcol/?tx_goobit3_search[extquery]=DOCSTRCT%
3Aperiodical&DC=900.history  (2.1.2012).
4  Zum  Beispiel:  Lexikon  des  Mittelalters:
http://apps.brepolis.net/BrepolisPortal/default.aspx  (2.1.2012).
5  Zum  Beispiel:  Herrscher-  und  Fürstentestamente  im  westeuropäischen  Mittelalter,  hg.
von  Brigitte  Kasten,  Köln-Weimar-Wien  2008:
http://books.google.de/books?id=rrkzhjA9uLQC&pg=PA393&lpg=PA393&dq=:bngitte+
kasten+k%C3%B6niginnen&source=bl&ots=djftlP9Re6&sig=3j_DyLLuMqj
  2o68WAtFBc
_3myw&hl=de&sa=X&ei=5yEDT8OnGK_mmAXW29iyAQ&ved=0CDAQ6AEwAA#
v=twopage&q&f=Talse  (2.1.2012).
6  Wolfgang  BEHRINGER/Gabriele  B.  Clemens,  Geschichte  des  Saarlandes,  München  2009:
http://books.google.de/books?id=I-6RjmfHuOUC&pg=PA  1  &dq=geschichte+des+  saarlandes+beck+wissen&hl=de&sa=:X&ei=mCwDT_D9NKH-mAWxydlY&ved=

  (2.1.2012).
Hiram  Kümper,  Zur  Einführung:  Mittelalter  und  Mittelalterunterricht  im  neumedialen
Zeitalter,  in:  eLeaming&Mediävistik,  hg.  von  Hiram  Kümper,  Frankfurt  a.  M.  2011,  7-65.
x  http://www.archivdatenbank.lha-rlp.de/saarbr/  (2.1.2012).
9  http://www.sulb.uni-saarland.de//de/literatur/katalog/sbo/  (2.1.2012);  inzwischen  auch
bei  Wikipedia-Artikeln  zum  Saarland  unter  weblinks  aufrufbar.Vgl.  dazu  in  diesem  Band
den  Beitrag  von  Reinhold  Weber.
10  http://saarland.digicult-museen.net/objekte/index.php?site=Home  (2.1.2012).
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