schäftigung von Stiftungsmitgliedem und Arbeitslosen zu leisten hatte der Landesentwicklungsgesellschaft
Saar (LEG), die zunächst für die Verkehrssicherheit
der Industriebrache, heute auch für die Baumaßnahmen im Gebläsehaus zuständig
ist, und dem Staatlichen Konservatoramt (SKA), das im Wesentlichen für die Entwicklung
der Instandsetzungskonzepte, Arbeitsprogramme und ihre Finanzierung
sorgte. Die Arbeitsgemeinschaft Hüttenbauhütte beschäftigt derzeit drei Vollzeitund
40 ABM-Kräfte und in Werkverträgen jeweils einen Architekten und einen
Stahlbaustatiker. Seit kurzem soll sie über die Stiftung Industriekultur, die das Kultusministerium
zur Betreuung saarländischer industriekultureller Einrichtungen
und Denkmäler ins Leben rief, auch museumspädagogisch beraten werden.
Die Finanzierung der bereits vorgestellten Arbeiten leisten das Land, der Bund
und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gemeinsam. So kommen aus Denkmalpflegemitteln
dieser Institutionen seit 1992 jeweils jährlich zwischen einer Million
und 1,5 Millionen zusammen, wahrlich nicht genug Mittel, um sowohl das Denkmal
wie dessen Besucherinfrastruktur in Ordnung zu halten. So brauchen wir in Zukunft
auch dringend Mittel der Bundesstiftung Umwelt, mit der wir vor Jahren schon
zusammen kamen. Im Übrigen hoffen wir, dass die im Wesentlichen nebenberuflich
betriebenen Aktivitäten mit allen Partnern in einer auch institutionell anerkannten
Neuen Hüttenbauhütte als sogenannte Entwicklungs-, Bau- und Betriebsgesellschaft
(EBB Völklinger Hütte) weiter wirken kann. Ihr Auftraggeber für alle Fragen der
Planungsvorbereitung, Ausführung und Kontrolle des Weltkulturerbes sollte die
kürzlich gegründete Stiftung Industriekultur des Saarlandes werden.
Unsere wichtigsten Partner darf ich Ihnen zum Schluss vorstellen:
Die Initiative Völklinger Hütte gründete sich wenige Monate nach Stilllegung des
Hochofens VI zu Anfang des Jahres 1987 und hat heute über 300 Mitglieder, von
denen mehr als 60% aus den Kreisen ursprünglicher Mitarbeiter der Hütte stammen.
30 von Ihnen übernehmen täglich die Lust und Last regelmäßiger Führungen,
inklusive aller Vorbereitungen. Sie beschäftigt im Übrigen über AB-Maßnahmen
zwei wissenschaftliche Mitarbeiter. Sie leisten die Ausbildung und Nachschulung
des Führungspersonals, kontrollieren die Hütte und beraten uns mit detaillierten
Entwicklungsvorschlägen zur Verbesserung unserer didaktischen Bemühungen.
Die Initiative Völklinger Hütte und die Staatskanzlei, zuständig für die übergreifende
Vorbereitung des Saarlandtages zum Thema Industriekultur, erwarteten für
1996 30.000 bis 40.000 reguläre Besucher und Ende August zum Saarlandtag 1997
noch einmal die gleiche Anzahl.
Unschätzbare Dienste leisteten die Hochschulen, die uns vom ersten Tag an
neugierig begleiteten und berieten. Ihren Studenten und Hochschullehrern verdanken
wir einen Großteil unserer persönlichen Zuversicht.
Konservierungsprobleme
Zwischenrede - Ein wurf von Lucius Burckhardt
Unser Denkmal ist Maschine und als solche ein materialisierter industrieller Produktionsprozess,
der in seinem Detailreichtum von Verknüpfungen und Bricolagen
auf Dauer kaum „authentisch“ erhalten werden kann. Großmaschinen in den freien
Himmel gebaut sind mehr als alle anderen Denkmäler Denkmäler auf Zeit. Ihre
Gestalt und ihr Erscheinungsbild bestimmen sich in der Zukunft nicht mehr nur aus
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