sehen dem Staatlichen Konservatoramt, der Stiftung Industriekultur einerseits und
der Stadt Völklingen andererseits noch heftig umstritten. Wir hoffen auf Einsichten.
Im Anschluss an den Hafen könnte ein Campingplatz entstehen.
Betriebsgelände Saarstahl im Bereich des Blasstahlwerks und der Zementfabrik
Die nicht kontaminierten Bereiche der Zementfabrik werden gewerblich-industriellen
Nutzungen zugewiesen. Die Zementsilos am Ufer möchten wir als Landmarke
und Vogelhorst erhalten. (Leider inzwischen gesprengt)
Das Quartier II
umfasst den nordöstlich der Rathausstraße gelegenen Denkmalkomplex der Roheisenerzeugung
mit Hochofenzeile, Kokerei, Trockengasreinigungen, Sinteranlagen
und Silos sowie der Handwerkergasse. Die Bereiche zur Saar bleiben zunächst von
Saarstahl genutzt.
Mit Ausnahme der Handwerkergasse, die weiterhin der Hochschule der Bildenden
Künste Saar dienen und im weitesten Sinne zu Fragen der Wahrnehmung, d. h.
Ästhetik im technischen Kontext arbeiten soll, werden alle Großmaschinen und Infrastrukturen
des Denkmalkomplexes zur reinen Anschauung bestimmt und durch
besondere äußere und innere Wege museumspädagogisch erschlossen. Die Revisions-
und Besucherwege bestimmen die Intensität der konservatorischen Unterhaltung.
Sie reichen von der Tolerierung einstürzender und naturüberwucherter
Zonen bis hin zu didaktisch aufbereiteten, dauerhaft gesicherten begeh- und bedienbaren
Objekten.
Infoeenter/Kohlegleis/Hochofenbüro/Hochofen 6
Die Erschließung der Hütte beginnt mit einem derzeit (1998) provisorisch hergerichteten
Infocenter, gewonnen aus dem Sinterlabor B 40 unmittelbar an der
Rathausstraße und endet als über das Kohlegleis geführter freier Weg unmittelbar
vor dem Hochofenbüro.
Das Hochofenbüro bleibt Arbeits- und Kommandozentrale der im folgenden
noch näher beschriebenen Pflegeinstitution Hüttenbauhütte.
Das Kohlegleis soll als freier Weg in den nächsten Jahren mit Wegeergänzungen
durch die Hochofengruppe zu einem Rundweg durch das Gesamtgelände
ausgebaut werden. Die Arbeiten laufen. Die Konservierung und pädagogische Erschließung
des Hochofens 6 ist abgeschlossen. Er ist in geführten Gruppen vom
Abstich bis zur Begichtung auf der Ebene +27 Meter erreichbar. Über die Gichtbühne
soll in den nächsten Jahren ein Panoramaweg bis zum Abgang am Hochofen
6 (mit ältestem Gerüst und Cowpern) entwickelt werden. Begonnen sind weiter Arbeiten
zur Unterbringung der Arbeitsmannschaften der Hüttenbauhütte in Werkstätten,
die bereits früher als mechanische Instandsetzung oder sogenannte Europawerkstatt
dem Betrieb der Hütte dienten.
Das Quartier III
umfasst den Bereich zwischen Bahndamm und Saar, westlich des Denkmalkomplexes,
von dem er selbst nur das sogenannte Kraftwerk 1 einschließt. Für seine
Entwicklung gelten die bereits für das Quartier 1 entwickelten Grundsätze.
487