Abb. 11 : Beschäftigte der Neunkircher Eisenwerks AG (1964-1978)
Quelle: Berichte über das Geschäftsjahr der Neunkircher Eisenwerks AG, vormals Gebrüder
Stumm 1964-1978.
Den Hintergrund bildete der zyklisch jeweils zunehmende Rückgang der Produktion,
der sich nach temporärer Erholung bis 1977 fortsetzte (siehe Abb. 12).
Die krisenbedingten Produktionseinbrüche waren so drastisch, dass das Werk
schon 1976 vom Bankrott bedroht wurde. Schließlich ging das Unternehmen 1978
in den Besitz des luxemburgischen ARBED-Konzems über.
Insgesamt ist festzustellen, dass die konjunkturellen Einbrüche von 1966/7,
1969/70, 1974/5 und zu Beginn der 1980er Jahre die Erträge der saarländischen
Stahluntemehmen stark beeinflussten. Aufgrund dieser starken Konjunkturreagibilität
einerseits, der während des Untersuchungszeitraumes noch immer vorhandenen
volkswirtschaftlichen Bedeutung der Stahlindustrie andererseits, verzeichnete
denn auch — wie Abb. 13 verdeutlicht - die sonstige Industrie ein ganz ähnliches
Konjunkturmuster, zumindest hinsichtlich der Ertragslage und bezogen auf
die jeweiligen Wendepunkte. Die Abbildung 13 zeigt aber zugleich, dass die jeweiligen
Auf- und Abschwungsamplituden der Stahlbranche, analog zu jenen der
vorstehend betrachteten Unternehmen, überdurchschnittlich groß waren.
67 Grundlage der Indexberechnung bildet der Durchschnitt der Beschäftigtenzahl von 1964
bis 1978.
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