war (siehe Abb. 10). Aber auch hier sind zwecks konjunkturhistorischer Interpretation
weitere Untersuchungen notwendig.
Abb. 10: Roheisenproduktion der Haiberger Hütte (Durchschnitt 1968-1984 =
100)
Quelle: Geschäftsberichte Haiberger Hütte GmbH Brebach 1971-1988.
Die damaligen Krisenprozesse in der Stahlbranche wirkten sich besonders dramatisch
auf die Beschäftigungsentwicklung aus. Das Unternehmen Röchling, das
mit 21.984 Beschäftigten im Jahr 1971 eine rund viermal höhere Belegschaft als
die Dillinger Hütte (5.577 Beschäftigte) bzw. eine fast fünfmal höhere Belegschaft
als die Haiberger Hütte (4.584 Beschäftigte) besaß* 65, reduzierte die Belegschaft bereits
bis 1977 um 4.144 auf 17.840 Beschäftigte (siehe auch Abb. 14). Die Dillinger
Hütte hingegen legte Kurzarbeit ein, so dass der Beschäftigtenabbau mit einer
Reduzierung um 130 auf 5.447 Beschäftigte bis 1977 eher moderat verlief, und
auch die Haiberger Hütte reduzierte die Belegschaft bis 1977 lediglich um 269 auf
4.315 Beschäftigte. Die Neunkircher Eisenwerks AG, vorm. Gebrüder Stumm
hingegen - eines der traditionsreichsten saarländischen Unternehmen reduzierte
die Belegschaft seit 1966 sogar von 11.211 auf 6.984 Beschäftigte im Jahr 1978
(siehe Abb. 11)66, dies aber entspricht einem Rückgang um 44 Indexpunkte67.
schäftsberichte der meisten großen Unternehmen in der Bundesrepublik eingeführt
wurde.
65 Bericht über das Geschäftsjahr der Röchling‘schen Eisen- und Stahlwerke GmbH 1969;
Geschäftsbericht der Aktiengesellschaft der Dillinger Hüttenwerke 1970; Geschäftsbericht
Haiberger Hütte GmbH Brebach 1971.
66 Berichte über das Geschäftsjahr der Neunkircher Eisenwerks AG, vormals Gebrüder
Stumm 1966, 1971, 1975, 1978.
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