(künftig: BIP) bis zum Erreichen des konjunkturellen Höhepunkts 1979
temporär rückläufig waren.
4. Die dem zweiten Ölpreisschock folgende Rezession von 1981/2 wurde im
Saarland offensichtlich durch besondere Effekte beeinflusst, da 1981 das
BIP noch einmal - nach einem kräftigen Rückgang 1980 - deutlich
wuchs, um dann aber im Jahre 1982 auffallend stark zurückzugehen. Die
Erholung wiederum, wenngleich von einem niedrigeren Wendepunkt aus,
erfolgte im Saarland zielstrebiger.
5. Die von einigen Autoren vertretene Auffassung, dass die Wirtschaftskrisen
im Saarland aufgrund der montanindustriellen Prägung wesentlich
gravierender gewesen wären als im sonstigen Bundesgebiet19, trifft also
auf die Rezessionsjahre 1967 und 1982, jedoch nicht auf die Krise von
1974/75 zu.
Abb. 1: Wachstums raten des Bruttoinlandsproduktes in Bundesrepublik und
Saarland von 1965-1984
'65 '66 '67 '68 '69 '70 '7! '72 '73 '74 '75 '76 '77 '78 '79 '80 '81 '82 '83 '84
Quellen: Saarland 1965-1970: Statistisches Amt des Saarlandes (Hg.), Statistisches Handbuch
für das Saarland 1976, Saarbrücken 1976, S. 390; Bundesrepublik 1965-1970: Räth,
Rezessionen (wie Anm. 1), S. 204; Saarland und Bundesrepublik 1971-1984: Volkswirtschaftliche
Gesamtrechnungen der Länder.
Die partiell in ihrem konjunkturellen Muster von jenem der westdeutschen
Wirtschaft abweichende Entwicklung des Saarlandes dürfte vor allem auf die spezifische
industrielle Branchenstruktur zurückzuführen sein. Wahrscheinlich ist etwa
die Schwäche des 1976 einsetzenden Aufschwungs Ausdruck des zeitlich verzögerten,
dafür aber mehrjährigen Einbruchs der Stahlindustrie. Zur Verifizierung
Vgl. Anm. 8.
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