und jung, neue Begeisterung für die Ideale, deren Pflege vor WO Jahren unser
Volk nach schweren Zeiten wieder zu stolzer Höhe emporhob.
Nicht zuletzt soll unsere Saarbrücker Feier gewidmet sein der Jugend; gerade ihr
sollen diese zur Erinnerung an die großen patriotischen Taten und Ereignisse geweihten
Tage ein Bild geben von dem, was die Liebe zum Vaterlande vermag, die
das Unmöglich-Erscheinende zur Verwirklichung schuf. Mit beredten Zungen wird
ihr im Angesichte der leuchtenden Flammen die Liebe zum Vaterlande, zu Kaiser
und Reich ans empfängliche Herz gelegt werden und unauslöschlich soll sie die
Erinnerung an die Eindrücke der Feier ins Mannesalter begleiten und dazu beitragen,
sie als Männer zu finden, wenn das Vaterland einst rufen sollte, würdig ihrer
Vorfahren von ¡813.
Die hier geschlagene Brücke von einer Vergangenheitskonstruktion, die die
Komplexität der lokalen Geschichte völlig ausblendete, hin zu einer daraus abgeleiteten
zukunftsorientierten Selbstverpflichtung nachwachsender Generationen
enthielt im Grunde bereits die zentrale Botschaft, die im Rahmen der Feiern mit allen
Registern emotionaler Mobilisierung allen Bürgern vermittelt werden sollte.
Eine mächtige patriotische Klammer sollte alle Stände in der Stadt sowie alle Generationen
untrennbar in ihrem Einsatz für Volk und Vaterland vereinen.
Abb. I
Zu diesem Zweck wurde zwei Wochen vor Beginn der Feiern auch noch eine Fest-Postkarte
in Auftrag gegeben, die von dem Saarbrücker Maler Otto Selig gestaltet
wurde und für 10 Pfennig zu erwerben war. Sie zeigte im Hintergrund links das
neue Denkmal von Leipzig und auf der rechten Seite das im Maßstab deutlich zu
groß geratene Winterbergdenkmal. Die Verbindung zwischen beiden Monumenten
bildete ein mächtiger und sehr grimmig blickender Adler. Er war offensichtlich
von Leipzig aus in westliche Richtung gestartet. Möglicherweise brachte er den
Jahrhunderi-Feier
DER VÖLKERSCHLACHT BEI LEIPZIG
Saarbrücken OklSbCT
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