macht, sondern seine Ergebnisse gerade auch im Vergleich mit den Nachbarländern
Frankreich und Luxemburg gewinnt und profiliert1''1. Seit 2006 vertreibt die
Kommission ihre Veröffentlichungen als eigener Verlag.
Bereits auf der ersten Ordentlichen Mitgliederversammlung der Kommission am
6. November 1952 wurde beschlossen, eine Resolution an die Regierung zu richten,
in der auf die schwere Gefährdung des Ludwigsplatzes und die Notwendigkeit
schneller Sicherungsmaßnahmen an den im Kriege ausgebrannten Gebäuden aufmerksam
gemacht werden sollte66 67 68. Seither hat die Kommission sich immer wieder
mit Resolutionen und Empfehlungen in denkmalpflegerischen und kulturpolitischen
Fragen zu Wort gemeldet: 1984 mit einer Resolution zur Erhaltung von Industriedenkmälern,
1988 mit dem Museumsplan Saarb*, 1990 mit der Empfehlung,
die Universitätsbibliothek zu einer Landesbibliothek auszubauen, um das Kulturund
Wissenschaftsangebot für die saarländische Bevölkerung zu erweitern, 1998
mit dem Eintreten für die Einstellung einer archivarischen Fachkraft des Höheren
Dienstes im Stadtarchiv Saarbrücken, 2000 mit einem eigenen Vorschlag in der
Frage der Umnutzung ehemaliger Industrieflächen als Antwort auf den sogenannten
Ganser-Bericht, 2003 mit einer Stellungnahme zum Entwurf für ein neues saarländisches
Denkmalschutzgesetz, 2004 mit der Forderung einer schnellen Wiederbesetzung
des Lehrstuhls für neuere Geschichte und Landesgeschichte an der Universität
des Saarlandes und einer Resolution die Weiterführung, angemessene Ausstattung
und museale Sicherung der archäologischen Arbeit auf der Burgruine Kirkel
betreffend und zuletzt 2006 mit dem Appell an die Regierung zugunsten der
denkmalgerechten Erhaltung der Bergwerksdirektion in Saarbrücken.
Von Anfang an war die jährliche Mitgliederversammlung mit einem Vortrag
und einer Studienfahrt verbunden69. 1996 wurde die Veranstaltung von Tagungen,
Vorträgen und Studienfahrten gar in der Satzung verankert mit dem Ziel Wissenschaft
und Forschung, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Heimatverbundenheit
2009; Zwischen Herrschaft und Kunst, Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken (ebd.
44), erscheint 2012. - Zur Kirchengeschichte: Die Alte Diözese Metz (ebd. 19), 1993;
Thomas Trapp, Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und
Spätmittelalter (ebd. 27), 1996.
66 Stadtentwicklung im deutsch-französisch-luxemburgischen Grenzraum (19. und 20.
Jahrhundert) (ebd. 21), 1991; Stefan Leiner, Migration und Urbanisierung. Binnenwanderungsbewegungen,
räumlicher und sozialer Wandel in den Industriestädten des Saar-Lor-Lux-Raumes
1856-1910 (ebd. 23), 1994; Grenzkultur - Mischkultur? (ebd. 35),
2000; Forschungsaufgabe Industriekultur. Die Saarregion im Vergleich (ebd. 37), 2004.
67 Niederschrift über die 1. Mitgliederversammlung, S. 7, Akten der Kommission.
68 Museumsplan Saar. Verbesserung der Museumssituation im Saarland durch Neugründungen
und Schaffung eines Museumszweckverbandes, vorgelegt von der Kommission
für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung e.V., gez. von Reinhard
Schneider und Hans-Walter Herrmann, in: Saarheimat 32 (1988), S. 146-152; im gleichen
Heft, S. 131-134, die Entgegnung von Dr. Meinrad Maria Grewenig, zu dieser Zeit
einer der Stellvertretenden Vorsitzenden des Saarländischen Kulturkreises.
69 An die erste Mitgliederversammlung schlossen gleich zwei Vorträge an: zunächst der
von Pfarrer Karl Rüg Zur Siedlungsgeschichte des Köllertals, dann der von Wilhelm
Reusch, Trier, über Die spätrömische Kaiserresidenz Trier im Lichte neuer Ausgrabungen
und Forschungen. Die anschließende Studienfahrt führte nach Mettlach, Besichtigung
des Alten Turmes, zur Cloef, Blick über die Saarschleife, nach Nennig, Römische
Villa und Mosaikfußboden, und zuletzt Perl, Ort und Palais Nell.
31