1550 in Saarbrücken27 geboren, sind nähere Angaben zu den Eltern nicht möglich.
1575/76 Pfarrer in Entzheim bei Strasbourg wechselte er als zweiter Pfarrer nach
Bockenheim und war zugleich Pfarrer in Rimsdorf und Schopperten. 1584 kam er
als erster Pfarrer in die Residenzstadt Saarwerden und ging 1591 nach Saarbrücken,
wo er bis 1614 zweiter Pfarrer war.
In 1. Ehe ehelichte er Anna Koch, die Tochter des Kantengießers Primus
Koch28. Sie gebar ihm sechs Kinder29 30, von denen die Söhne Johann Georg der
Jüngere, Philipp, Andreas und Johannes Pfarrer'0 wurden, die Tochter Maria aber
in erster Ehe den Pfarrer Philipp Dudler31 ehelichte32. In zweiter Ehe heiratete der
alte Superintendent Anna Sybilla Römer3 ’, zu deren Leben bisher noch nichts bekannt
ist. Superintendent Keller starb am 17. März 163234 *.
Sein Sohn Johann Georg Keller der Jüngere " wurde ca. 1585 in Saarbrücken
geboren. Bei der Gründung des Saarbrücker Gymnasiums aus der alten Lateinschule
im Jahre 1604 war er Schüler der 1. Klasse '6. Sein erster Studienort ist nicht
bekannt; am 28. Juli 1608 jedenfalls immatrikuliert er sich in Gießen37. Von 1609
bis 1612 war er Diakon’8 in Saarbrücken und zugleich Lehrer am Saarbrücker
Gymnasium'9. 1612 wurde er Pfarrer von St. Johann, wo er am 17. März 1628 43-jährig
noch vor seinem Vater starb40. In erster Ehe war er mit Anna Güntzel (gest.
1614)41 verheiratet, der Witwe des Stadtschreibers Hans Dudler von Saarwerden42 *.
Sie war die Tochter des Kammerschreibers Conrad Güntzel und dessen Frau Elisabeth
Schwarz4’. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Keller 1615 ein zwei¬2
Vgl. Marie Joseph Bopp, Die evangelischen Geistlichen und Theologen in Elsaß und
Lothringen von der Reformation bis zur Gegenwart, Neustadt/Aisch 1959, Nr, 2671.
28 Stadtarchiv Saarbrücken. Gemeinsames Stadtgericht Saarbrücken-St. Johann, Prot.
1599/1603 Bl. 145 R (27. April 1601).
29 Namentlich Johann Georg II (ca. 1585-1628), Philipp (ca. 1590), Andreas, Johannes
(geb. um 1595) und Maria.
30 Johann Matthias wurde Verwaltungsbeamter.
Jl LA Saarbrücken Best. Nassau-Saarbrücken II Nr. 2407 Bl. 148 R (28. Mai 1654).
j2 In zweiter Ehe heiratete sie den Ochsenwirt Johannes Müller; LA Saarbrücken Best.
Nassau-Saarbrücken II Nr. 3691.
JJ LA Saarbrücken Best. Nassau-Saarbrücken II Nr. 2405 Bl. 341 (7. August 1633).
j4 Vgl. Albert Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland. Ein rheinisches Gemeinde- und
Pfarrerbuch, Bd. 2 Die Pfarrer, Düsseldorf 1958, S. 251; Bopp, Die evangelischen Geistlichen
(wie Anm. 27), Nr, 2671.
Vgl. Borst u.a., Die evangelischen Geistlichen (wie Anm. 26), S. 61.
Vgl. Albert Ruppersberg, Geschichte des Ludwigsgymnasiums zu Saarbrücken 1604-1904,
Saarbrücken 1904 (ND St. Ingbert 1977), S. 18.
37 Vgl. Emst KLEWITZ/Karl Ebel, Matrikel der Universität Gießen, Teil 1 (1608-1707),
Gießen 1898, S. 174 Nr. 152.
jX Vgl. Rosenkranz, Rheinland (wie Anm. 34), S. 251.
’9 Vgl. Ruppersberg, Ludwigsgymnasium (wie Anm. 36), S. 18.
40 Wilhelm LlCHNOCK, Geschichte der Evangelischen Gemeinde St. Johann an der Saar, St.
Johann 1907, S. 31.
41 LA Saarbrücken Best. Nassau-Saarbrücken II Nr. 2401 Bl. 166 (27, März 1615).
42 LA Saarbrücken Best. Nassau-Saarbrücken II Nr. 2403 Bl. 344 (22. November 1625).
4’’ Die Tochter Anna Margaretha wurde mit Theobert Jungk aus Ottweiler verheiratet; LA
Saarbrücken Best. Nassau-Saarbrücken II Nr. 2408 S. 31 (21. Februar 1661).
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