Allein, die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges beendeten zunächst die
Ambitionen der großen und kleinen Herren im „Saarraum“ - und damit auch die
Hexenverfolgungen. Für einige Zeit wurde das Land an Saar, Prims und Blies dann
tatsächlich zu einer „passiven Geschichtslandschaft“ degradiert. Unter Anwendung
des herrschaftspolitischen Paradigmas aber kann die moderne Hexenforschung sowohl
in die Herrschaftsgeschichte als klassisches Feld der Landesgeschichte169 wie
auch in die neueren Ansätze einer „Kulturgeschichte des Politischen“ eingebunden
werden170.
169 Vgl. dazu Werner, Landesgeschichtsforschung (wie Anm. 2), S. 169.
170 Zu den Debatten um eine „Kulturgeschichte des Politischen“ vgl. nur die Sammelrezension
von Gerd Schwerhoff,
URL: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2006-4-021 .pdf,
sowie Andreas Rödder, Klios neue Kleider: Theoriedebatten um eine Kulturgeschichte
der Politik in der Moderne, in: Historische Zeitschrift 283 (2006), S. 657-688; Frank
Bösch und Norman Domeier, Cultural history of politics: concepts and debates, in: European
Review od History 15 (2008), S. 577-586. - Meine seit längerem angekündigte
Studie zu den Hexenverfolgungen in den kleinen und mittleren Herrschaften des Rhein-Maas-Raumes,
auf deren Teil-Ergebnisse der vorliegende Aufsatz schon zurückgreift,
siedelt sich methodisch an zwischen landeskundlicher Herrschaftsgeschichte und einer
Kulturgeschichte des Politischen.
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