zienserabtei Wörschweiler abhängigen Grangie9. Das Hospiz dürfte vornehmlich
von Pilgern aufgesucht worden sein, die auf der Geleitstraße Metz-Worms oder
nach Trier, Echternach, Aachen oder Maastricht unterwegs waren10 11.
An derselben Straße lag in westlicher Richtung im frühen 13. Jahrhundert das
nächste Hospital in Spittel, heute L’Hôpital (wenn man absieht vom Hl. Kreuz-Hospital
in Saarbrücken dessen Gründung im Jahr 1219 nicht gesichert ist"). Um
1210 schenkten Graf Heinrich von Zweibrücken und Gräfin [Liutgard] von Saarbrücken
der Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach ein Hospital bei deren Gehöft Merle
in Warando „zur Ehre Gottes und Notdurft der Armen“, einschließlich des erforderlichen
Brennholzes, unter der Bedingung, dass der Wald nicht verwüstet
wird12 13. Das Hospiz lag mitten im Warndtforst. Westlich davon, in Narbéfontaine
(Memersbronn) schenkte 1264 Johann von Warsberg der Deutschherrenkommende
in Metz acht Morgen Land zwischen Straße und Fluss ad hospitale in villa Meimersburnen
... in puram elemosinam^. Ob das Hospital schon 1245 der Kommende
gehörte, als deren Besitz zum ersten Mal am selben Ort belegt ist14, lässt
sich nicht mehr feststellen.
9 Alfons Kolling, Ein Hospiz und die Brücken der Geleitstrasse im Raum Homburg/Saar,
in: Zwischen Saar und Mosel. Festschrift für Hans-Walter Herrmann zum 65. Geburtstag,
hg. von Wolfgang Haubrichs, Wolfgang Läufer, Reinhold Schneider (Veröffentlichungen
der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung, 24),
Saarbrücken 1995, S. 233-268, hier S. 244; Hans-Walter Herrmann, Geschichte der
Grafschaft Saarwerden bis zum Jahre 1527 (Veröffentlichungen der Kommission für
Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung, 1), Bd. 1: Quellen, Saarbrücken
1957, Nr. 93. Hanns Klein, Das Saarbrücker Spitalwesen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts,
in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 1 (1975), S. 177-214, hier S. 189,
datiert die Stiftung auf vor 1163. Die Datierung ist problematisch, da Graf Ludwig III.
von Saarwerden 1212 das Hospital als von seinem Großvater Folmar und von Graf Dietrich
von Homburg gestiftet bezeichnet, beide aber nicht gleichzeitig lebten; vgl. Stammtafel
bei Hans-Walter Herrmann, Geschichte der Grafschaft Saarwerden bis zum Jahre
1527 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und
Volksforschung, 1), Bd. 2: Darstellung, Saarbrücken 1959, S. 50.
10 Kolling, Ein Hospiz und die Brücken (wie Anm. 9), S. 235-240.
11 Siehe unten zu Anm. 67.
12 August Hermann Jungk, Regesten zur Geschichte der ehemaligen Nassau-Saarbrückischen
Lande (bis zum Jahre 1381), (Mitteilungen des Historischen Vereins für die Saargegend,
13 u. 14), Saarbrücken 1914/1919, Nr. 197; Carl Pöhlmann, Regesten der Grafen
von Zweibrücken aus der Linie Zweibrücken, bearb. von Anton Doll, Speyer 1962,
Nr. 38; Thomas Trapp, Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im
Hoch- und Spätmittelalter (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte
und Volksforschung, 27), Saarbrücken 1996, S. 167 und 305.
13 Codex diplomaticus ordinis sanctae Mariae Theutonicoram. Urkundenbuch des Deutschen
Ordens, insbesondere der Baileien Coblenz, Altenbiesen, Westphalen und Lothringen,
hg. von Johannes Heinrich Hennes, 2 Bde., Mainz 1845/1861, Text Nr. 178; vgl.
Jean Schneider, La ville de Metz aux XIIIe et XIVe siècles, Nancy 1950, S. 20; Karl
Schwingel, Die Verfassung des Großen Hofes der Vogtei St. Nabor (St. Avold), in:
Rheinische Vierteljahrsblätter 22 (1957), S. 213-249, hier S. 217 und 222.
14 Rüdiger Schmidt, Die Deutschordenskommenden Trier und Beckingen 1242-1794
(Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, 9), Marburg 1979, S. 10,
nach Hennes, UB Dt. Orden II, Nr. 69.
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