Unter Berufung auf jene Regierungsverordnung kam es zur erwähnten Vorbesprechung
am Dienstag, dem 27. November 1951. Zu den damals teilnehmenden
acht bekannten125 127 Persönlichkeiten gehörten neben dem Gründungsinitiator
Eugen Meyer sein mediävistischer Fachkollege
2) Walther Mohr (Universität Saarbrücken),
3) der Althistoriker und Epigraphiker Jacques Moreau (Universität
Saarbrücken),
4) der sprachwissenschaftlich tätige Oberstudienrat Dr. Alois Lehnert (Dillingen),
5) Landeskonservator Dr. Josef Keller (Saarbrücken), also ein Archäologe,
6) der münz- und wappenkundige Gesandte a.D. Gustav Braun von
Stumm,
7) Oberregierungsrat Dr. phil. Hans Groh und
8) als einziger Vertreter der "lothringische[n] und saarländische[n] Landesgeschichte"
der Schulmann Heinrich Kuhn (Saarbrücken),126 damals
noch Studienrat.127
Dem Verhältnis der neuen Institution zum Historischen Verein für die Geschichte
der Saargegend galt eine weitere Besprechung, und zwar am Donnerstag, dem
27. Dezember 1951, im Kultusministerium. Hier wurde von der Kommissionsgründung
eben dieses Jahres 1951 ausgegangen.I2* Teilnahmen "von Seiten [!]
des Historischen Vereins die Herren Wenzel [!], Dr. Lauer, und [anstelle von
Rechnungsführer Müller Oberlandesgerichtsrat Klein] und von Seiten des
Kultusministeriums der Direktor", also Eugen Meyer. Dieser suchte "die im Laufe
der letzten Zeit aufgetretenen Gegensätze" zu überbrücken, gemeinsame und
unterschiedliche Ziele zu formulieren und eine Zusammenarbeit zu planen. Es
wurde der Eindruck protokolliert, "daß grundsätzliche Gegensätze zwischen
Verein und Kommission nicht bestehen und daß es wahrscheinlich keine
Schwierigkeiten bereiten werde, in Zukunft in gemeinsamer Arbeit die Landesgeschichtliche
[!] Forschung an der Saar zu organisieren und zu pflegen".129
Nachdem er die Aktennotiz über den 27.XI1.1951 erhalten hatte, die Meyer unter
dem 11.1.1952 hatte herausgehen lassen, bat Vereinsvorsitzender Wentzel um
eine schriftliche Zusatzerklärung des Inhalts, "daß den Herren des Historischen
Vereins bei ihrer publizistischen [!] Tätigkeit für den Historischen Verein keine
125 Herrmann (Anm. 68), S. 71 kennt neun, ebenso Broschüre (Anm. 1), S. 8.
126 Vgl. Broschüre (Anm. 1), S. 24 mit A. 9.
127 So die Protokolle der Mitgliederversammlung vom 26.1.1952 und der "Hauptsitzung" vom
5.3,1952, S. 1, unten Anm. 133 bzw. 138.
128 So der ungezeichnete maschinenschriftliche Bericht über die Besprechung vom
27.12.1951, S. 1 in der Kommissionsregistratur, Ordner "Niederschrift der Mitgliederversammlungen
1952 [!] bis 1984", für die Namen der Teilnehmer korrigiert nach Wentzels
Brief an Meyer vom 19.1.1952 (LAS NL Meyer Nr. 9).
129 Bericht [wie vorige Anm.], S. 1 bzw. S. 3, Schlusssatz.
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