Bergwerks- und Hüttendepartement in den Ministerien
des Gewerbes oder der öffentlichen Arbeiten
Oberbergamt Bonn
Bergamt Saarbrücken
Berginspektionen
Ahb. 2: Die Saarbrücker Bergwerksdirektion und ihre Vorgesetzten Behörden
1861-1919
tration sämtliche preußischen Bergämter wegfielen und die Revierbeamten in den
einzelnen Montanregionen, die seitdem die Bergaufsicht des Staates in den
privaten Bergbaubetrieben wahrnahmen, direkt dem Oberbergamt unterstellt
wurden, wurde für die Leitung der preußischen Staatsgruben an der Saar - und
nur hier - eine Bergwerksdirektion errichtet.
Die neue Behörde war nach den Vorstellungen des Oberbergamtes kollegial
organisiert und ihrer Direktion gehörten neben dem Direktor und mehreren
Fachbeamten auch die Leiter der sieben Berginspektionen an, die die Führung
der Gruben übernahmen. Tatsächlich aber waren aufgrund der Dienstinstruktionen
die Befugnisse des Vorsitzenden wiederum so umfangreich definiert, dass
die Bergwerksdirektion abermals eine direktorale Verfassung besaß.18 19 Diese
Organisationsstruktur blieb bis zum Ersten Weltkrieg unverändert; es wurden
lediglich die Zahl der Berginspektionen bis 1908 auf zwölf ausgeweitet und
mehrere nachgeordnete, zentrale Versorgungs- und Dienstleistungsabteilungen,
wie das Handelsbüro, geschaffen.|l)
18 So gehörten außer dem Direktor noch der Justitiar, die Baubeamten und der Berginspektor
der Kassen- und Handelssachen der Bergwerksdirektion an. Auch die Leiter der Berginspektionen
waren Mitglieder der Bergwerksdirektion, demnach waren die Berginspektionen
keine der Bergwerksdirektion subordinierten Verwaltungseinheiten, sondern Teil dieser.
19 So gründete man 1861 die Bergfaktorei Kohlwaage zur zentralen Beschaffung von
Materialien für alle Gruben, 1867 dann das königliche Hafenamt in Malstatt für den Absatz
zu Wasser und das Handelsbureau für den Land- und Eisenbahndebit. 1908 folgte die
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